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Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 15-Jährigen Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwölf Tatverdächtige

Im September 2020 soll ein Mädchen im Hamburger Stadtpark von mehreren Jugendlichen vergewaltigt worden sein. Filmten die Verdächtigen die Tat mit ihren Handys?
Einsatzfahrzeug der Polizei im Hamburger Stadtpark (Archivbild)

Einsatzfahrzeug der Polizei im Hamburger Stadtpark (Archivbild)

Foto: Jonas Walzberg / picture alliance/dpa

Am 19. September 2020 gegen 23.15 Uhr soll es nahe der Festwiese im Hamburger Stadtpark zu einem Verbrechen gekommen sein: Wie Lokalmedien damals berichteten, war eine 15-Jährige nach einer privaten Geburtstagsfeier offenbar angetrunken durch den Park geirrt. Sie sei auf eine Gruppe junger Männer gestoßen, die sie hinter ein Gebüsch gezerrt und vergewaltigt hätten, hieß es.

Zweieinhalb Stunden lang sollen die Täter ihr Opfer gequält haben, berichtete die »Bild«-Zeitung. Die Abteilung für Sexualdelikte im Landeskriminalamt, das LKA 42, übernahm den Fall.

Tat mit Handys gefilmt?

Auf Anfrage des SPIEGEL erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg, dass derzeit gegen zwölf Tatverdächtige ermittelt werde, die zum Tatzeitpunkt zwischen 16 und 20 Jahren alt gewesen seien. Gegen einen der Tatverdächtigen sei im März Haftbefehl erlassen worden, der junge Mann sei jedoch gegen Auflagen vom Vollzug desselben verschont worden.

Zeugen des Vorfalls hatten angegeben, die Tat sei mit Handys gefilmt worden. Allerdings sei die Staatsanwaltschaft nicht im Besitz solcher Aufnahmen, so die Sprecherin.

Videos aus Überwachungskameras

Die Ermittler hatten aber Videomaterial aus Überwachungskameras der Umgebung ausgewertet. Auch mehrere Besucher des Stadtparks, die sich nach dem Zeugenaufruf meldeten, lieferten der Polizei Hinweise.

Zu dem Vorwurf, das Mädchen sei auch beraubt worden, wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern. Die Ermittlungen in dem Fall seien weitestgehend abgeschlossen, die Anwälte hätten Akteneinsicht erhalten, man werde »zeitnah« über die Anklageerhebung entscheiden.

ala

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