Hamburg Teenager gesteht Vergewaltigung und Ermordung einer Siebenjährigen

Im Hamburg ist ein siebenjähriges Mädchen Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Ein 17-jähriger Nachbar gestand, das Kind vergewaltigt und getötet zu haben.


Hamburg - Die Mutter hatte ihre Tochter Angelina gestern Abend um kurz nach 19 Uhr als vermisst gemeldet. Das Mädchen hatte den Angaben zufolge um 18.15 Uhr die Wohnung verlassen, um ihre in der Nachbarschaft wohnende Freundin zu besuchen. Sie habe ihrer Mutter versprochen, eine Viertelstunde später wieder zurück zu sein. Bei der Freundin ist Angelina laut den Ermittlern noch eingetroffen, was danach geschah, ist noch unklar. Der junge Mann, der nun unter Tatverdacht steht, ist der Bruder von Angelinas Freundin.

Jugendliche, die der Mutter bei der Suche geholfen hatten, hatten das Fahrrad des Kindes in der Nähe der Wohnung entdeckt. Nach den Hinweisen der Mutter suchten Beamte der Bereitschaftspolizei und Zivilfahnder nach dem Kind. Kriminalbeamte kamen schließlich auf die Spur des 17-Jährigen aus der Nachbarschaft. Der hatte sich zunächst auch an der Suche nach dem Kind beteiligt, hatte sich dabei aber zunehmend in Widersprüche verwickelt. Gegen 5.30 Uhr wurde die vollständig bekleidete Leiche gefunden. Angelina lag in einem Karton, der auf dem Balkon der Wohnung abgestellt war.

Der Tatverdächtige sagte der Polizei, er habe das Mädchen in einem Keller gefesselt, vergewaltigt und getötet, erklärte der zuständige LKA-Ermittler Ulrich Tille.



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