Störung im Mobilfunknetz Einsatzkräfte reagieren mit erhöhter Präsenz

Das Mobilfunknetz war am Abend gestört – mit Auswirkungen auch auf den Notruf. In Bremen hatte die Feuerwehr nach eigenen Angaben alle Wachen besetzt, in Hamburg schickte die Polizei mehr Streifenwagen auf die Straßen.
Notrufnummer 112 (Symbolbild)

Notrufnummer 112 (Symbolbild)

Foto: Hannes P Albert / dpa

Wegen Störungen im Mobilfunknetz, die laut O2 am späten Abend zum Großteil behoben waren, haben die Behörden in Berlin, Bremen und Hamburg am Donnerstagnachmittag und verstärkt Hinweise bekommen, dass der Notruf nicht zu erreichen sei. In Bremen und Hamburg gaben die Lagezentren zunächst amtliche Gefahrenmitteilungen heraus, dass es bei den Notrufnummern 110 und 112 zu Beeinträchtigungen gekommen sei.

»Derzeit scheint es im gesamten Hamburger Telefonnetz zu Störungen zu kommen. Teilweise sind sowohl einige unserer Dienststellen als auch der Notruf 110 davon betroffen«, hatte die Polizei zunächst auf Twitter geschrieben. Später stellte die Behörde klar, der Notruf sei zuverlässig erreichbar. »Falls ihr den Notruf nicht erreichen könnt, liegt die Störung bei eurem Telefonanbieter«, hieß es. In diesem Fall solle man es mit einem anderen Telefon versuchen. Zudem werde die Präsenz der Beamten auf der Straße massiv erhöht.

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Auch in Bremen waren die Notrufnummern beeinträchtigt. Man habe alle Wachen von Berufs- und freiwilliger Feuerwehr besetzt, um dort Hilfeersuchen entgegennehmen zu können, teilte die Feuerwehr mit. Als Ausweichmöglichkeit für Notrufe wurde zudem die Nummer 0421 19222 angegeben. Gegen 22 Uhr hieß es dann, die Beeinträchtigungen seien »weitgehend behoben«.

Störungen im O2-Netz gegen 22 Uhr weitgehend behoben

Auch für den Raum Berlin kam über die Warnsysteme Katwarn und Nina am Donnerstagabend eine Entwarnung. Zuvor hatte ein Sprecher auf Anfrage am Nachmittag gesagt, in Berlin funktioniere der Notruf aufseiten der Feuerwehr. Wenn man nicht durchkomme, liege das am eigenen Telefonnetz. Ein Polizeisprecher sagte in der Hauptstadt, Störungen beim Notruf 110 seien nicht bekannt. Auch in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg meldeten die Behörden Probleme im Mobilfunknetz von O2. Die Deutsche Telekom stellte klar, dass ihr Netz störungsfrei funktioniere.

Im O2-Netz waren Handyanrufe am Nachmittag für einen Teil der Nutzer zeitweilig nicht möglich gewesen. Grund für die Einschränkungen bei der mobilen Telefonie sei eine Störung an einem Sprachübertragungs-Server gewesen, teilte das Unternehmen mit. Ein Großteil der Telefonate könne aber über andere Server übermittelt werden. »Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und bitten um etwas Geduld«, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Anrufe mit Apps wie WhatsApp waren über Datenübertragungsserver möglich.

Um kurz vor 22 Uhr teilte O2 im Hilfebereich seiner Website schließlich mit , dass die Störung »zum größten Teil behoben« sei. Auf Twitter schrieb das Unternehmen, die Störung sei »nahezu vollständig« behoben worden: »Unsere Kund:innen können bis auf wenige Ausnahmen wieder vollumfänglich telefonieren.«

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In Hamburg sollten sich Bürger bei Bedarf an einen Streifenwagen oder eine Wache wenden. Im absoluten Notfall sei die DRK-Notrufnummer 19222 durch die Polizei besetzt, hieß es.

swe/hut/kko/dpa/afp
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