Afrikanische Schweinepest Hamburg will Wildschweinjagd erleichtern

Keine Schonzeiten mehr, Jäger dürfen Lampen verwenden - Hamburg will den Abschuss von Wildschweinen erleichtern. Grund dafür ist die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest.
Wildschwein (Archivbild)

Wildschwein (Archivbild)

Foto: Bernd Settnik/ dpa

Wegen der Sorge vor einer Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest will die Stadt Hamburg den Abschuss von Wildschweinen im Stadtgebiet erleichtern. "Wir haben eine Anordnung zur Aufhebung der Schonzeiten erlassen", sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde.

Diese werde voraussichtlich am Freitag im Amtlichen Anzeiger veröffentlicht. Ausnahmsweise dürften Jäger demnach dann auch Lampen verwenden, um die Wildschweine nachts besser sehen zu können.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte in seiner Bewertung zur Verringerung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest empfohlen, die Wildschweinbestände drastisch zu reduzieren. Die Gefahr einer Einschleppung nach Deutschland ist angesichts neuer Fälle in Polen und Tschechien weiterhin hoch. Der Erreger ist für den Menschen ungefährlich. Bei Schweinen verläuft die Erkrankung aber in fast allen Fällen tödlich. Es gibt keinen Impfstoff gegen die Seuche.

bbr/dpa
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