Hamburg Luftschiff verheddert sich in Oberleitung

Ein Blimp sollte Werbung für einen Kinofilm machen - und bekam mehr Aufmerksamkeit als erhofft. Das ferngesteuerte Luftschiff verfing sich in Hamburg in einer Oberleitung und brachte den Bahnverkehr in der Hansestadt durcheinander.

Ein Mini-Zeppelin hängt in Hamburg in einer Hochspannungsleitung
DPA

Ein Mini-Zeppelin hängt in Hamburg in einer Hochspannungsleitung


Ein Mini-Luftschiff hat sich in Hamburg in einer Oberleitung verheddert und für Durcheinander im Bahnverkehr gesorgt. Erst nach drei Stunden sei am Nachmittag die Streckensperrung zwischen dem Bahnhof Harburg und dem Hauptbahnhof wieder aufgehoben worden, sagte eine Bahnsprecherin. Verletzt wurde niemand.

Spezialisten der Bahn hatten den vier bis fünf Meter langen Blimp mit Haken aufs Gleis und von dort auf die Straße gezogen. Ein technischer Defekt verursachte nach Angaben der Feuerwehr den Unfall. Die Fernsteuerung des Blimps sei ausgefallen, sagte ein Sprecher.

Ein Zug der Privatbahn Metronom blieb im Bereich des Freihafens liegen. Rund 900 Fahrgäste mussten den Zug verlassen. Reisende der Deutschen Bahn Richtung Norden mussten am Bahnhof Harburg aussteigen und von dort mit der S-Bahn zum Hamburger Hauptbahnhof weiterfahren. Auch Richtung Süden mussten Passagiere vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn nach Harburg weiterreisen. Einzelne Züge seien umgeleitet worden, es sei zu Verspätungen gekommen, sagte die Bahnsprecherin. Am Abend sollten alle Züge wieder regulär fahren.

Auf dem Blimp war Werbung für einen Kinofilm zu sehen. Das kleine Luftschiff verfing sich im Bereich der Norderelbbrücke in der Oberleitung.

lov/dpa

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