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MODE Hauptsache lässig

aus DER SPIEGEL 2/2003

Das Revival bewährter Kopfbedeckungen geht weiter. Nachdem vor mehr als einem Jahr die britische Schiebermütze als »Melone des Landvolks« in europäischen Metropolen eine zweite Karriere machte, greifen Trendsetter nun mit Vorliebe zur so genannten Newsboy-Cap, die an die Mütze der US-amerikanischen Zeitungsjungen erinnert. Anders als bei der berühmten Baseballkappe, die nur verkehrt herum aufgesetzt erlaubt war, darf bei diesem Modell der Schirm sogar vorn getragen werden. Stars wie Madonna, Kylie Minogue oder Britney Spears trugen trendige Jungen-Mützen in ihren Videoclips, Schauspielerin Cameron Diaz und Sängerin Alicia Keys zeigten sich damit in der Öffentlichkeit - und gaben so der Stilansage des Lässigen kräftig Anschub. Ein paar Monate braucht es auch heute noch, bis neue US-Trends bei uns ankommen, aber mindestens in Berlin gibt es die Zeitungsjungen-Mütze aus gemustertem Wollstoff, Wildleder oder Cord inzwischen bei einigen Modistinnen zu kaufen. Sie wird allerdings eher als Kleidungsstück für Ausnahmetage gebraucht. Der berüchtigte Kompotthut alter Damen sorgt immer noch dafür, dass mutige junge Hutträgerinnen nach einer Weile wieder aufgeben, weil sie vermuten, mit Hut älter auszusehen.

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