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Hausmitteilung Titel, Wahlkampf, Alpen

aus DER SPIEGEL 39/2021

Titel

Biontech-Unternehmensgründern Özlem Türeci und Uğur Şahin mit Autor Thomas Schulz (r.)

Biontech-Unternehmensgründern Özlem Türeci und Uğur Şahin mit Autor Thomas Schulz (r.)

Foto: DER SPIEGEL

Die Aufgaben der künftigen Bundesregierung sind gewaltig, und die Zeit drängt. Deutschland muss auf den Klimawandel reagieren, Schulen und Unis reformieren, die Verwaltung digitalisieren, und die Wirtschaft muss sich modernisieren. Zuletzt wuchsen die Zweifel, ob ein Neustart überhaupt gelingen kann. Das wirre Pandemie-Krisenmanagement, die Flutkatastrophe und das Desaster in Afghanistan rütteln am Bild von der effizienten Republik. In der Titelgeschichte beschreibt ein SPIEGEL-Team, was schiefläuft – und wo Ansätze einer Besserung zu entdecken sind. Autor Thomas Schulz sprach unter anderem mit den Biontech-Unternehmensgründern Özlem Türeci und Uğur Şahin. Sie hoffen, dass die Menschen mehr Mut fassen. »Auch wenn die Erwartungen an die nächste Bundesregierung bei vielen Leuten gering sein mögen, so gibt es doch viele Orte, an denen der Aufbruch in vollem Gange ist«, sagt Schulz.

Landwirt Jens Schreinicke mit Reporter Alexander Osang (r.)

Landwirt Jens Schreinicke mit Reporter Alexander Osang (r.)

Foto: Hannes Jung / DER SPIEGEL

Der brandenburgische Wahlkreis 61 ist etwas ganz Besonderes. Denn hier treten Annalena Baerbock und Olaf Scholz gegeneinander an, beide stammen aus dem Westen und streben ins Kanzleramt. Bislang ging das Direktmandat bei Bundestagswahlen immer an eine Kandidatin oder einen Kandidaten aus dem Osten. Reporter Alexander Osang reiste durch den Wahlkreis, um herauszufinden, wie viel die prominenten Westler mit jenen Menschen zu tun haben, die sie wählen sollen. Baerbock und Scholz waren zwar häufig woanders in Deutschland unterwegs, blieben aber immer präsent. Und mit ihnen die Bundespolitik. Osang traf Jens Schreinicke, einen verzweifelten Landwirt. Ein Wolf hatte eines seiner Kälber gerissen, und Schreinicke hatte das tote Tier aus Protest an der Landstraße aufgehängt. Der Reporter war überrascht, wie differenziert der Bauer über Umweltpolitik sprach. »Vermutlich wollte er mithalten in diesem Wahlkreis, in dem es scheint, als würde hier darüber entschieden, wer Kanzlerin oder Kanzler wird«, sagt Osang.

SPIEGEL-Redakteurin Viola Kiel mit Mikrobiologen Beat Frey

SPIEGEL-Redakteurin Viola Kiel mit Mikrobiologen Beat Frey

Foto: Pascal Mora / DER SPIEGEL

Die Klimakrise verändert die Alpen in rasendem Tempo. Schmelzende Gletscher und tauende Permafrostböden setzen jetzt Viren und Bakterien aus der Urzeit frei. Jahrtausende waren sie im vermeintlich ewigen Eis eingeschlossen, und nun bewegt Forscher die Frage, ob sie für die Menschheit gefährlich sein können – oder hilfreich. Bei ihrer Recherche war SPIEGEL-Redakteurin Viola Kiel sportlich gefordert. Gemeinsam mit dem Mikrobiologen Beat Frey und einem Labormitarbeiter stapfte sie zum Dammagletscher im schweizerischen Kanton Uri hinauf. Kiel versuchte über Stunden hinweg, Schritt zu halten. Im schmelzenden Gletschereis suchen die Schweizer regelmäßig nach den unbekannten Mikroben und deren Genen. Die Forschung steht noch am Anfang, keiner weiß, was die so lange verschollenen Lebewesen anrichten können. »Aber eine Hoffnung ist auch, dass sich mit ihrer Hilfe bessere Medikamente entwickeln lassen«, sagt Kiel, »dafür lohnt sich die gefährliche Suche im Eis.«

SPIEGEL-Ausgabe zur Bundestagswahl

Es ist die spannendste Bundestagswahl seit Langem, und bereits am kommenden Dienstag, dem 28. September, erscheint die nächste SPIEGEL-Ausgabe, die dann natürlich auch den Abonnenten geliefert wird. Der digitale SPIEGEL ist schon ab Montag, 27. September, von 13 Uhr an verfügbar.

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