Haute-Couture in Paris Die Erotik steckt im Detail

Sie schweben wieder über die Laufstege von Paris: gazellenschlanke Models, eingekleidet von den ganz Großen der Haute-Couture. Im Frühjahr/Sommer 2004 en vogue ist Strenge bei Chanel und ein Epochen-Mix bei Christian Lacroix.


Paris - "Ich wolle mich mit Kontrasten amüsieren." So einfach kann das Motiv eines weltberühmten Modedesigners sein, wenn er die neue Kollektion für Chanel entwirft. Karl Lagerfeld hat es nach eigener Aussage Freude bereitet, zwei Gegensätze zu vereinen: Strenge und Frivolität.

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Mode-Olymp Paris: Der dezente Charme diskreter Nacktheit

In Paris schickte Lagerfeld Frauen in knielangen Abendkleidern und hoch geschlossenen Westen auf den Catwalk. Doch im Detail steckt die Erotik: tiefe Rückenausschnitte, die den Blick auf den farblich zum Kleid passenden String freigeben, ein transparenter Seidenrock zur schlichten Tweed-Weste.

Kollege Christian Lacroix wollte den Besuchern seiner Haute-Couture-Schau zeigen, wie lebendig die Modeszene noch ist: "Ich wollte demonstrieren, dass die Haute-Couture in Hochform ist. Ich wollte die Energie zeigen, die in der Arbeit steckt, die viele kleine Hände angefertigt haben", sagte Lacroix über seine Entwürfe für die kommende Saison.

Das heißt bei dem Franzosen: üppiger Luxus, viel Farbe und eine mutige Mischung aus Stilen und Epochen. So kombiniert Lacroix einen Trenchcoat im Stil des 18. Jahrhunderts zu einer hellgrünen Sahara-Weste, ein Taftrock ergänzt einen Spencer im Patchwork-Stil.

Jetzt dürfen wir Normalsterblichen gespannt sein, welche Impulse aus dem Pariser Mode-Olymp in den Fußgängerzonen ankommen werden.



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