Havarie Dramatische Rettungsaktion auf hoher See

Bei Alaska ist ein Autofrachter zur Seite gekippt und droht zu sinken. Die US-Küstenwache hat mit Hubschraubern alle 23 Besatzungsmitglieder des Unglücksschiffs in Sicherheit gebracht - Rettung in höchster Not.


Anchorage - Einer der Männer hat sich das Bein gebrochen und wurde nach Anchorage im US-Bundesstaat Alaska in ein Krankenhaus gebracht. Seine Kollegen sind aber unverletzt.

Frachter in Seenot: Drama im eiskalten Wasser
AFP

Frachter in Seenot: Drama im eiskalten Wasser

Die Küstenwache hatte mehrere Hubschrauber zu dem havarierten Schiff geschickt. Drei Rettungsinseln, die die Küstenwache zuvor abgeworfen hatte, wurden von der rauen See unter das Schiff gedrückt und sind nutzlos. Eine weitere wurde vom Wind sofort abgetrieben.

Andere Retter kamen der Küstenwache schließlich zur Hilfe. An dem rund einstündigen Rettungseinsatz waren den Angaben zufolge ein Hubschrauber der Küstenwache, zwei Hubschrauber der US-Nationalgarde und ein Flugzeug von der US-Luftwaffenbasis Kodiak beteiligt. Von Hawaii aus soll ein Schlepper eintreffen, um das Schiff zu bergen. Außerdem hielten sich zwei Handelsschiffe in der Nähe des havarierten Frachters bereit, falls ihre Hilfe benötigt würde.

Der in Singapur registrierte Frachter, der einem japanischen Eigner gehört, droht zu kentern und hat schwere Schlagseite. Die mit 5000 Autos beladene, 200 Meter lange "Cougar Ace" war aus ungeklärten Gründen auf dem Weg von Japan nach Vancouver in Seenot geraten und treibt 370 Kilometer südlich der entlegenen Aleuten-Inseln. Ersten Angaben zufolge ist das Schiff leckgeschlagen, zur Seite gekippt und voll Wasser gelaufen.

ffr/AP/dpa/AFP



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