Havarierte "Costa Concordia" 39 Passagiere verlangen 528 Millionen Dollar

Jetzt beginnt die Zeit der Anwälte: Vier Wochen nach der Havarie der Costa Concordia geht erneut eine Klägergemeinschaft in den USA gegen die Eignerfirma des Kreuzfahrtschiffes vor. Die Überlebenden fordern eine halbe Milliarde Dollar.

Gekenterte "Costa Concordia": Überlebende fordern Schadensersatz in Millionenhöhe
REUTERS

Gekenterte "Costa Concordia": Überlebende fordern Schadensersatz in Millionenhöhe


Rom - 39 Passagiere des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" haben in den USA Klagen gegen die Eignerfirma Carnival eingereicht. Die Kläger werfen dem Betreiber der Kreuzfahrt vor, ihr Wohlergehen "vollständig missachtet" zu haben, wie ihr Anwalt Marc Bern in Miami erläuterte.

Sie verlangen Zahlungen in Höhe von 528 Millionen Dollar (rund 400 Millionen Euro). Schon Ende Januar hatten sechs Passagiere Klagen eingereicht. Die Klagen erfolgen in Miami im US-Bundesstaat Florida, weil Carnival dort seinen Sitz hat.

Die "Costa Concordia" war am Abend des 13. Januar mit 4200 Menschen an Bord vor der italienischen Toskana-Insel Giglio auf Grund gelaufen, Leck geschlagen und gekentert. Insgesamt kamen vermutlich 32 Menschen ums Leben, 15 Personen wurden noch nicht gefunden.

Unter den Klägern sind Passagiere aus Italien, den USA, Deutschland, Kanada, Südkorea und China. Auf den Tickets der Teilnehmer der Kreuzfahrt stand ein Aufdruck, nach dem Klagen nur in Italien zulässig wären. Ob dieser Aufdruck juristisch Bestand hat, ist umstritten.

jbr/AFP

insgesamt 23 Beiträge
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Seite 1
die_piratenbraut 15.02.2012
1. ganz wichtig: verklagen!
Zitat von sysopREUTERSJetzt beginnt die Zeit der Anwälte: Vier Wochen nach der Havarie der Costa Concordia geht erneut eine Klägergemeinschaft in den USA gegen die Eignerfirma des Kreuzfahrtschiffes vor. Die Überlebenden fordern eine halbe Milliarde Dollar. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,815343,00.html
Ich habe auch Anzeige gestellt und die Reederei auf 10 Millionen verklagt! Ich sah die Bilder im Fernsehen und habe unglaublich gelitten. Meine eigene Kreuzfahrt habe ich abgesagt und gehe jetzt kaum noch vor die Tür vor lauter Angst. Mein Therapeut hat mir zu dem Schritt der Klage geraten! (Irinie Ende) Die Toten und Verletzten gehören ordentlich versorgt, den Überlebenden schenkt man einen Gutschein für eine neue Kreuzfahrt und ersetzt die verlorgen gegangenen Gegenstände. Weiter sollte man über ein Einrteiseverbote für Amerikaner nach Europa nachdenken, oder jeden an der Grenze unterschreiben lassen, dass ihm bewußt ist, dass das Leben gefährlich ist.
friedenspfeife 15.02.2012
2. Macht pro Nase
Zitat von sysopREUTERSJetzt beginnt die Zeit der Anwälte: Vier Wochen nach der Havarie der Costa Concordia geht erneut eine Klägergemeinschaft in den USA gegen die Eignerfirma des Kreuzfahrtschiffes vor. Die Überlebenden fordern eine halbe Milliarde Dollar. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,815343,00.html
etwa 10 Mio.Euro. Nicht schlecht fuer einen etwas vermurksten Urlaub.
gaga007 15.02.2012
3. Sehr richtig und gut !!
Zitat von sysopREUTERSJetzt beginnt die Zeit der Anwälte: Vier Wochen nach der Havarie der Costa Concordia geht erneut eine Klägergemeinschaft in den USA gegen die Eignerfirma des Kreuzfahrtschiffes vor. Die Überlebenden fordern eine halbe Milliarde Dollar. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,815343,00.html
Sehr gut ! Die Reederei sowie die dort hinter stehende Holding müssen finanziell soweit "bluten", dass es unmöglich ist, dass je wieder ein Schiff dieser Reederei auf den Weltmeeren fährt. Mögen die Geschworenen und Richter der Gerichte in guter amerikanischer Tradition urteilen.
Stelzi 15.02.2012
4. Widerlich
Derart hohe Summen stehen den Angehörigen der Opfer und jenen die verletzt wurden zu. Nicht jedem Opportunisten der womöglich sogar als einer der ersten in einem Rettungsboot sass und ausser materiellen Verlusten und einem gewaltigen Schrecken, nichts zu beklagen hat. Das Angebot der Rederei für diese Passagiere erscheint mir durchaus fair.
ofelas 15.02.2012
5. so erhalten Unternehmen Gelder
Mein Arbeitgeber hat die Eigner (Untenehmen) mitfinanziert, das ganze war ziemlich intransparent, aber was solls der Eigner und unser Abteilungsleiter Finanzen sind ja Freunde...
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