Blindgänger Hunderte Einwohner Helgolands von Bombenentschärfung betroffen

Mehr als die Hälfte der Helgoländer wurde für die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Sicherheit gebracht. Nach einer Stunde gaben die Behörden Entwarnung.

Helgoland (Foto von 2011)
DPA

Helgoland (Foto von 2011)


Der Kampfmittelräumdienst hat eine auf Helgoland gefundene Fliegerbombe entschärft. Etwa 800 der 1400 Einwohner konnten aus einem Notquartier wieder in ihre Wohnungen oder zur Arbeit zurückkehren.

Für die Entschärfung der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde das sogenannte Oberland der Hochseeinsel ab 15 Uhr für eine Stunde gesperrt.

Die Bombe war nach Angaben der Polizei am Mittwoch bei Arbeiten auf einem ehemaligen Spielplatz der Insel gefunden worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes gingen davon aus, dass es sich um eine britische 500-Pfund-Fliegerbombe handelt.

Helgoland war während des Zweiten Weltkriegs ein Marinestützpunkt und wurde stark bombardiert. Nach der deutschen Niederlage durften die Bewohner ihre Insel mehrere Jahre lang nicht betreten. In dieser Zeit diente sie britischen Streitkräften als Trainingsziel für den Abwurf von Bomben. Mit 6700 Tonnen Munition und Sprengstoff zerstörten die Briten den U-Boot-Bunker Helgolands, der nach 1945 weitgehend unbeschädigt geblieben war. Die "Operation Big Bang" gilt als weltweit größte nicht-atomare Sprengung.

ulz/AFP

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