Sendeturm in Hessen Arbeiter fallen 50 Meter in die Tiefe - erste Hinweise auf Unfallursache

Drei Männer stürzten in Hessen mit einer Arbeitsgondel ab. Ursache war offenbar ein technischer Defekt an der Seilwinde.


Die Polizei hat nach dem tödlichen Absturz an einem Sendemast eine mögliche Unfallursache mitgeteilt. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass es einen technischen Defekt an der Seilwinde gegeben haben könnte. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk darüber berichtet.

Die drei Arbeiter sollten eine neue Antenne auf einen 220 Meter hohen Mast der Anlage am Hohen Meißner nahe der Kleinstadt Hessisch Lichtenau bauen. Sie fuhren laut Polizei mit einer Wartungskabine auf den Mast. Diese Kabine sei einer Seilbahn ähnlich und fahre auf einem Stahlseil nach oben, das im Boden verankert sei.

In einer Höhe von 50 Metern sei es zu Komplikationen gekommen. Die Kabine soll frei schwingend an dem Seil gehangen haben und dann zu Boden gestürzt sein. Die drei Männer in der Gondel starben.

Seit 1955 in Betrieb

Die Sendeanlage am Hohen Meißner wurde laut HR 1955 in Betrieb genommen und besteht aus mehreren Masten. Der HR strahlt darüber sein Fernseh- und sein Radioprogramm aus. Der Unfall ereignete sich an dem höchsten der drei Sendemasten.

Der HR teilte mit, man habe den Tod der drei Arbeiter mit Bestürzung aufgenommen. Man sei in Gedanken bei den Angehörigen, mehrere Kollegen seien auf dem Weg zum Unglücksort.

jpz/dpa

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