Hessens Landtag Saalverbot für FDP-Fan Dolly Buster

Die Jungen Liberalen in Hessen halten Dolly Buster für eine geeignete Wahlkämpferin. Der frühere Pornostar hatte allerdings Pech: In den Wiesbadener Landtag ließ man sie nicht.

Wiesbaden - Ein Fernsehteam hatte bei der Beantragung einer Drehgenehmigung leider unterschlagen, dass auch Buster, 32, im hessischen Parlament mit von der Partie sein werde. Die Landtagsverwaltung verweigerte der Videoproduzentin deshalb den Zugang zum Saal. Buster sollte auf einem Rundgang durch das Parlament ihre Unterstützung für den Bundestags-Wahlkampf der Jungen Liberalen, der Jugendorganisation der FDP, vorstellen.

"Ich bin mit der FDP und ihren Vorsätzen am meisten einverstanden", sagte Buster auf die Frage, wieso sie sich nun in der Politik engagiere. Besonders gefielen ihr die Steuerreformpläne der FDP, die Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien auf 12 Jahre und die Abschaffung der Wehrpflicht. Seit sie sich in einem Radiointerview als Wählerin der Liberalen zu erkennen gegeben hat, wollen Teile der Partei sie in deren Öffentlichkeitsarbeit einspannen.

Ein Werbespot mit Buster ist bereits abgedreht: Am Rednerpult des Bundestages in Berlin haucht sie mit Blick auf das Wahlziel der Partei: "Denken Sie auch dreimal am Tag an Sex? Dann bitte auch an 18." Ein Teil des FDP-Präsidiums fand das allerdings zu heftig, nun ist das Filmchen erst mal auf Eis gelegt.

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