Ermittlungen Hessische SPD-Chefin erhält erneut »NSU 2.0«-Drohschreiben

Die hessische SPD-Partei- und Fraktionschefin Nancy Faeser ist weiter Ziel mutmaßlich rechtsextremer Drohungen. In ihrem Wahlkreisbüro ging ein mit »NSU 2.0« gezeichneter Brief ein.
SPD-Partei- und Fraktionschefin Nancy Faeser im Hessischen Landtag

SPD-Partei- und Fraktionschefin Nancy Faeser im Hessischen Landtag

Foto: Frank Rumpenhorst/ DPA

Die hessische SPD-Chefin Nancy Faeser hat erneut einen Drohbrief erhalten, der mit »NSU 2.0« unterschrieben wurde. Das Schreiben sei vor wenigen Tagen in ihrem Wahlkreisbüro eingegangen, erklärte ein SPD-Sprecher in Wiesbaden.

Der Brief habe im Wesentlichen aus der Zeile »NSU 2.0« und dem internationalen Symbol für biologische Gefährdung (Biohazard) bestanden. Er sei dem Landeskriminalamt übergeben worden. Zuvor hatte es Medienberichte über den Vorfall gegeben.

Die Betroffene Faeser bestätigte auf Twitter den Sachverhalt und zeigte sich kämpferisch. »Ich werde mich davon niemals einschüchtern lassen und weiter mit aller Kraft gegen Rechtsextremismus kämpfen«, schrieb sie.

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Anfang Mai war der mutmaßliche Täter der Serie rechtsextremer Drohschreiben »NSU 2.0« festgenommen worden. Der Mann steht den Ermittlern zufolge unter dringendem Verdacht, seit August 2018 unter dem Synonym »NSU 2.0« bundesweit eine Serie von Drohschreiben mit volksverhetzenden, beleidigenden und drohenden Inhalten verschickt zu haben. Er befindet sich in Untersuchungshaft .

Empfänger waren überwiegend Personen des öffentlichen Lebens, vor allem aus der Medienwelt und der Politik, darunter auch Abgeordnete des hessischen Landtags und des Bundestags.

Die SPD-Politikerin hatte Ende Mai bereits einen mit »NSU 2.0« unterschriebenen Brief erhalten. Der Brief hatte ein weißes Pulver enthalten und war im Wahlkreisbüro von Faeser in Hofheim am Taunus eingegangen.

Laut Angaben des LKA stellte sich die weiße Substanz als unbedenklich heraus. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen auf.

ala/dpa
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