Hilferuf Vater bittet indischen Präsident, seine Kinder töten zu dürfen

Ein verzweifelter Vater in Indien will seine behinderten Töchter töten und hat Präsident Abdul Kalam gebeten, ihm dies zu erlauben. Er habe keine andere Möglichkeit mehr, schrieb der 71-jährige Mann.


Neu Delhi - Er und seine Familie bräuchten etwa 3000 Rupien, umgerechnet 55 Euro, pro Monat zum Überleben, zitiert "The Indian Express" aus dem Brief des Vaters. Doch nach zahlreichen Anträgen hätten ihm die Behörden im Bundesstaat West Bengal lediglich eine Behindertenpension in Höhe von 500 Rupien, umgerechnet neun Euro, für eine Tochter angeboten, weil zwei Mitglieder einer Familie nicht unterstützt werden könnten.

Es gebe keinerlei medizinische Betreuung für seine spastisch gelähmten Töchter im Alter von 36 und 41 Jahren, die nach Angaben der Zeitung oft stundenlang auf dem Lehmboden vor der Hütte liegen. Die Behörden in dem Bundesstaat kündigten an, die Angelegenheit zu überprüfen.

jjc/dpa



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