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Dutzende Vermisste Schneesturm im Himalaja - auch Deutscher unter den Toten

Ein plötzlicher Schneesturm an der Annapurna hat Dutzende Menschen in den Tod gerissen, darunter auch einen deutschen Wanderer. Mehr als 80 Personen gelten als vermisst.

Kathmandu - Bei einem überraschenden Schneesturm im Himalaja sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Nach offiziellen Angaben starben mindestens 26 Personen. Unter den Opfern soll auch ein Deutscher sein, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Dutzende Wanderer und Bergsteiger werden noch vermisst. Wie viele, sei noch nicht klar, sagte Devendra Lamichanne, Behördensprecher im betroffenen Distrikt Manang. Bei den anderen Opfern und Vermissten soll es sich um Einheimische und Yak-Hirten aber auch Touristen aus Kanada, Polen, Israel, Slowenien, Indien und Vietnam handeln.

Die Ausläufer des Zyklons "Hudhud" hatten unerwartet für einen vorzeitigen Wintereinbruch in Nepal gesorgt. Eine der am schlimmsten betroffenen Regionen war das Gebiet um die Annapurna, einen Achttausender, wo eine beliebte Trekkingtour jeden Herbst Bergsteiger aus aller Welt anzieht. Bis zum Donnerstag seien 43 Wanderer gerettet worden, sagte Polizeisprecher Ganesh Rai.

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Unglück im Himalaja-Gebirge: Verheerender Schneesturm

Foto: REUTERS/ Nepal Army

Ein Mitarbeiter des Annapurna-Naturschutz-Projekts ACAP erklärte der nepalesischen Zeitung "Kantipur", in der Hochsaison im Oktober und November würden täglich Eintrittskarten für 280 bis 300 Menschen für die Region ausgestellt. Die Zeitung "República" berichtete online, laut ACAP gebe es seit Beginn der Schneefälle keinen Kontakt zu 85 Touristen.

2014 ist eines der schlimmsten Jahre in der Geschichte des Bergsteigens und Wanderns in Nepal. Im April waren bei einem Eisfall am Mount Everest 16 Nepalesen gestorben - danach reisten Hunderte Bergsteiger, die auf den höchsten Berg der Welt wollten, vorzeitig ab. Im Mai wurden erneut Wanderer von einer Lawine in den Tod gerissen.

Nepal ist auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen. Eigentlich wollte Nepal bis 2020 die Marke von zwei Millionen Touristen erreichen. Doch das Land sei auf unerwartete Ereignisse wie den Wetterumschwung nicht ausreichend vorbereitet, sagte Sharad Pradhan, Sprecher der Tourismusbehörde.

gam/dpa/Reuters/AFP
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