Hintergund Schwere Unfälle an Bahnübergängen


München - Schwere Unfälle an Bahnübergängen haben in den vergangenen Jahren nicht selten mehrere Todesopfer gefordert. Bei dem bislang schwersten Unglück in der Nachkriegszeit starben 1967 bei der Explosion eines Tankwagens 94 Menschen bei Magdeburg, nachdem ein Personenzug in den Laster raste. Auch in den vergangenen drei Jahrzehnten kam es immer wieder zu schweren Zusammenstößen:

22.06.2001: Auf einem unbeschrankten Bahnübergang zwischen Tapfheim und Schwenningen im bayerischen Teil Schwabens erfasst ein Regionalzug ein Auto, in dem eine vierköpfige Familie sitzt. Alle Pkw-Insassen sterben, im Zug werden 21 Menschen verletzt.

22.06.2001: Auf einem Bahnübergang mit geschlossenen Halbschranken in der Oberpfalz stößt ein Regionalzug mit einem Lastwagen der US-Armee zusammen. Drei Menschen kommen bei dem Unglück bei Vilseck-Gressenwöhr ums Leben, 24 werden verletzt.

20.05.1992: Auf einem unbeschrankten Bahnübergang bei Jarrenwisch in Schleswig-Holstein wird ein Kleinbus von einem Triebwagen erfasst. Sechs Kinder und der Fahrer des Busses kommen ums Leben.

8.04.1986: Auf einem mit Halbschranken ausgerüsteten Bahnübergang nahe der Station Lauchhammer-Süd im Bezirk Cottbus erfasst ein Güterzug einen Linienbus. Bei dem Unglück sterben acht Menschen, 38 werden verletzt.

23.04.1983: Auf dem Bahnübergang Neuwiederitzsch auf der Strecke Leipzig-Bitterfeld stoßen ein Linienbus und eine Elektrolokomotive zusammen. Die Schranke war wegen des Fehlverhaltens eines Eisenbahners geöffnet. Sechs Menschen kommen ums Leben.

27.10.1975: Auf einem unbeschrankten Bahnübergang zwischen Hörlitz und Schipkau stößt ein Linienbus mit einer Werkbahn- Lokomotive zusammen. Sieben Menschen werden getötet.

7.03.1975: Auf einem Bahnübergang in München-Allach, dessen Schranken zu früh geöffnet worden sind, wird ein Omnibus von einem Nahverkehrszug gerammt. Zwölf Menschen, darunter fünf Kinder, finden den Tod.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.