Hitzewelle in Deutschland Wetterdienst warnt vor besonders starker UV-Strahlung

Temperaturen bis zu 39 Grad, wolkenloser Himmel, Sonne pur: Deutschland steht erneut ein extrem heißes Wochenende bevor. Der Deutsche Wetterdienst sieht darin eine große Gefahr.

Die Sonne strahlt in Düsseldorf von einem wolkenlosen Himmel
DPA

Die Sonne strahlt in Düsseldorf von einem wolkenlosen Himmel


Vor besonders starker UV-Strahlung hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) gewarnt. Die aktualisierte Warnung galt für fast ganz Deutschland. Nur ein schmaler Küstenstreifen an Nord- und Ostsee sowie Schleswig-Holstein waren nicht betroffen.

UV-Strahlung erhöht das Risiko von Hautkrebs: "Jedes Zuviel an UV-Bestrahlung, das heißt jede Hautrötung und jeder Sonnenbrand, können die Zellstruktur der Haut verändern", teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit. "Je häufiger diese Schädigungen passieren, desto höher ist das Risiko, dass in einem späteren Lebensalter Hautkrebs entsteht."

Am Samstag werden laut DWD "in der Mitte und im Süden hohe UV-Strahlungswerte" erwartet. Am Ober- und Hochrhein müssten sich die Menschen zudem auf eine starke Wärmebelastung einstellen.

Erste Hitze-Todesopfer in Europa

Bei nahezu wolkenlosem Wetter mit viel Sonne sollten die Temperaturen in Deutschland auf 29 bis 36 Grad ansteigen. Nur an den Küsten und im höheren Bergland bleibe es mit 22 bis 29 Grad etwas kühler. Auch am Sonntag werde es wieder sonnig und warm mit Temperaturen bis zu 39 Grad.

Nicht nur in Deutschland, auch im Rest Europas leiden die Menschen unter der Hitze. In Frankreich ist der bisherige Temperaturrekord schon am Freitag gefallen - mit mehr als 45 Grad in mehreren südfranzösischen Orten. So wurden in Gallargues-le-Montueux 45,9 Grad registriert. In Frankreich hatten am Freitag 4000 Schulen nicht geöffnet oder eine Notfallbetreuung eingerichtet, wie Frankreichs Premier Édouard Philippe mitteilte.

In mehreren Ländern forderte die Hitzewelle bereits erst Todesopfer - bisher sind es fünf. Am Freitag erlitt in der Nähe von Rennes im Westen Frankreichs ein 33-jähriger Dachdecker einen tödlichen Schwächeanfall, als er auf einem Dach bei 35 Grad im Schatten seiner Arbeit nachging. Auch in Spanien und Italien starben Menschen. Unter anderem ein 17 Jahre alter Landarbeiter in der Provinz Córdoba.

bam/dpa



insgesamt 13 Beiträge
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jana45 29.06.2019
1. Wieso?
Natürlich, wolkenloser Himmel lässt mehr UV-Licht durch. Im Sommer steht die Sonne Mittags etwas höher. Aber was soll jetzt besonders sein?
barklug 29.06.2019
2. @jana45
Dass sie es jetzt durch den DWD amtlich haben ;-) Und damit keiner in 30 Jahren den DWD wegen Hautkrebs verklagt.
Nordschwabe 29.06.2019
3.
Das mit der UV-Strahlung ist mit Verlaub erklärungsbedürftig. Von meinen Gletscherbesteigingen weiss ich, dass die Gefahr der Schneeblinde (durch UV ausgelöst) bei wolkigem Wetter am grössten ist, entsteht durch die gegenseitige Reflexion zwischen Schnee und Wolken. Nun hat es bei dieser Hitze keinen Schnee, ich würde trotzdem wissen, weshalb die UV Belastung jetzt höher sein soll als bei jedem anderen normalen wolkenlosen Tag. Oder ist es die schützende Ozonschicht, die so früh im Sommer noch nicht genügend ausgebildet ist?
aggro_aggro 29.06.2019
4. Sonderfall
Das Besondere ist, dass es um die Sommersonnenwende herum sieben komplett wolkenlose Tage gibt. Das sind über 100 Sonnenstunden in einer Woche. Allerdings sind bei 35 Grad weniger Leute in der Sonne als bei 25 Grad.
wallabi 29.06.2019
5.
Und alles, weil keine grüne Regierung an der Macht ist. Na gut, ich habe solche Temperaturen in den Jahrzehnten meines Wirkens schon zigfach erlebt. Z.B. fast 40 Grad über Wochen, glaube 2003 war es. Von den Gewittern, Hagelkörnern und Tornados ganz zu schweigen. Z.B. in Stuttgart anfangs der 70er Jahre gab es TENNISBALLgroße Hagelkörner, wobei das Unwetter mehrere Tote durch Ertrinken, aufgrund der sturzartig einsetzenden Regenmassen, forderte. In den 60er Jahren wütete in Pforzheim ein Tornado, der Teile von Pforzheim dem Erdboden gleichmachte. Also alles schon dagewesen, nur noch wesentlich schlimmer.
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