Hitzewelle in Europa »Kein BBQ auf dem Balkon« – Londoner Feuerwehr ruft Großschadenslage aus

In der Metropolregion London kam es zu mehreren Bränden, die auf Wohngebiete übergriffen. Bürgermeister Khan ruft daher zu besonderer Wachsamkeit auf. Aus dem Zicksee müssen tonnenweise Fische umgesetzt werden. Das waren die News am Dienstag.
Feuer im Osten Londons

Feuer im Osten Londons

Foto: Tony O'Brien / REUTERS

So geht es am Mittwoch in Deutschland weiter

21.00 Uhr: In Deutschland steht den Menschen ein weiterer heißer Tag bevor, danach soll es wieder etwas abkühlen. Am Mittwoch verabschiedet sich die starke Hitze erst mal von der Westhälfte Deutschlands und rückt in den Rest der Republik vor. Laut Vorhersage des DWD werden in der Osthälfte 34 bis 40 Grad erwartet. Nach einem Tag soll auch dort die extreme Hitze vorbei sein.

Foto: YVES HERMAN / REUTERS

Hitzewelle in Großbritannien: So legen 40 Grad ein ganzes Land lahm

20.32 Uhr: Der Zugverkehr fällt aus, am Flughafen schmilzt eine Landebahn und das Eis ist restlos ausverkauft: Großbritannien ächzt unter der Sonne. Dieser Dienstag schlägt alle Hitze-Rekorde auf der Insel.

DER SPIEGEL

Großer Brand nördlich von Athen ausgebrochen

18.24 Uhr: Starke Winde haben am Dienstagabend ein kleines Feuer im Nordosten Athens zu einem Großbrand angefacht. Dicke bräunliche Rauchschwaden waren aus fast allen Regionen Athens zu sehen. Die Lage sei »ernst«, sagte der Regionalgouverneur, Giorgos Patoulis, im Staatsrundfunk. Die Einwohnerinnen und Einwohner der betroffenen Regionen erhielten per SMS eine Nachricht, bereit zu sein, ihre Häuser zu verlassen, wenn dies die Feuerwehr anordnet. Ein Dorf sei bereits evakuiert worden, weil die Flammen sich bedrohlich näherten, berichtete das Staatsfernsehen.

Mehrere Autos an belgischer Küste ausgebrannt

18.21 Uhr: An der belgischen Küste sind mehrere Autos in Flammen aufgegangen. In den Dünen des Badeorts De Haan seien fünf Wagen ausgebrannt und fünf weitere beschädigt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Polizeiangaben. Hitze und Trockenheit hätten zu einer schnellen Ausbreitung des Feuers geführt. Die Feuerwehr habe den Brand jedoch unter Kontrolle gebracht.

Der belgische Sender VRT berichtete, dass das Feuer möglicherweise in einem geparkten Auto oder durch eine weggeworfene Zigarette entstanden sein könnte.

Der belgische Sender VRT berichtete, dass das Feuer möglicherweise in einem geparkten Auto oder durch eine weggeworfene Zigarette entstanden sein könnte.

Foto: Kurt Desplenter / dpa

Das Ferienziel von Flammen bedroht – welche Rechte habe ich als Urlauber?

17.52 Uhr: In etlichen Ländern Südeuropas toben Waldbrände. Wie nah kommen sie den Ferienregionen? Und welche Rechte haben Pauschalurlauber und Individualreisende, wenn ihr Ort betroffen ist? Lesen Sie hier mehr dazu.

Kapazität von Akw-Meilern in Belgien halbiert

17.32 Uhr: Wegen der Hitze in Belgien ist die Kapazität der Atommeiler Doel 1 und Doel 2 bei Antwerpen um die Hälfte reduziert worden. Es bestehe die Gefahr, dass das Kühlwasser zu warm werde, teilte der Betreiber Engie mit, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

In Belgien wurde am Dienstag der wärmste 19. Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1892 registriert. An der Wetterstation des Königlich Meteorologischen Instituts (KMI) in der Brüsseler Gemeinde Uccle – dem Referenzort für die Messungen – wurden am frühen Nachmittag 36,4 Grad gemessen. Dies war die vierthöchste Temperatur, die überhaupt jemals in Belgien gemessen worden ist.

Bauernverband: Schäden durch Trockenheit bei Weizenernte

17.25 Uhr: In der Getreideernte gibt es vor allem bei Weizen Dürreschäden – Wintergerste und Raps kommen nach Branchenangaben besser davon. Heiße Tage im Juni hätten den Weizen deutlich getroffen, teilte der Bauernverband. Ertrag und Qualität ließen zu wünschen übrig. Nach der Trockenheit der vergangenen Wochen hätten auch Tierhalter Sorgen um Futternachschub. Ein zweiter oder dritter Schnitt auf den Wiesen stehe in vielen Regionen infrage. Auch Mais leide unter hohen Temperaturen. Die vorhergesagten Hitzerekorde ließen eine weitere Verschärfung erwarten.

Die Wintergerste sei mit einem »blauen Auge« davongekommen, hieß es nach Rückmeldungen aus den 18 Landesbauernverbänden. Das geschätzte Ertragsniveau liege mit knapp 7,5 Tonnen pro Hektar über dem Vorjahr mit 7,2 Tonnen und auch über dem Mittel der vergangenen fünf Jahre. Einmal mehr habe sich gezeigt, dass Wintergerste auf vielen Standorten in der Lage sei, die Ertragsbildung abzuschließen, bevor die Vorsommerhitze zuschlage. Auch Raps scheine regional leidlich durch die zurückliegenden Monate gekommen zu sein.

Insgesamt hatte der Verband zum Ernteauftakt Ende Juni eine etwas schwächere Getreideernte von 41,2 Millionen Tonnen prognostiziert.

Londoner Feuerwehr erklärt Großschadenslage

17.11 Uhr: Die Feuerwehr in London hat wegen zahlreicher Brände eine Großschadenslage ausgerufen. Die Feuerwehr sei unter enormem Druck, teilte Londons Bürgermeister Sadiq Khan per Twitter mit. Er rief die Menschen unter anderem dazu auf, nicht auf Gras oder Balkonen zu grillen und Zigaretten sicher zu entsorgen.

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Im Großraum London kam es zu mehreren Bränden, bei denen teils große Flächen mit von der Sonne ausgedorrtem Gras in Flammen standen, die dann auf Wohngebiete übergriff. Auf Fernsehbildern waren riesige Rauchschwaden zu sehen und Wohnhäuser, die ausgebrannt waren. Allein im Stadtteil Croydon kam es zu zwei Bränden, bei denen Dutzende Feuerwehrleute im Einsatz waren. In Wennington, östlich von London, waren etwa 100 Einsatzkräfte vor Ort. Im Stadtteil Southgate im Norden Londons brannte ein Restaurant. Brände gab es auch in Upminster, Dagenham und anderen Teilen der Stadt.

Zicksee: Tonnenweise Fische umgesetzt

17.05 Uhr: Die anhaltende Hitze lässt den Zicksee im burgenländischen Seewinkel austrocknen. Um die darin lebenden Fische zu retten, wurden Sportfischer der Umgebung um die Abfischung gebeten. Die Tiere wurden in umliegende Teiche übergesiedelt. Rund 30 Tonnen dürften aus dem nur noch rund 20 Zentimeter tiefen Gewässer herausgefischt werden, hieß es. Es handelt sich nach Angaben der Fischereiaufsicht dabei vor allem um Karpfen. Zander und Hechte seien bereits verendet, diese seien empfindlicher.

Fischer fischen Fische ab

Fischer fischen Fische ab

Foto:

Hans Klaus Techt / dpa

Straße und Schienen nach Feuer bei Triest gesperrt – Brände bei Bozen

16.35 Uhr: Wegen eines großen Waldbrandes an der italienisch-slowenischen Grenze haben die Behörden in Italien einen Autobahnabschnitt gesperrt und eine Zugverbindung unterbrochen. Nach Angaben des Zivilschutzes in Friaul-Julisch Venetien sei das Feuer am Dienstag bei Monfalcone, einer Adriastadt nördlich von Triest, ausgebrochen. Die Feuerwehr kämpfte aus der Luft und am Boden gegen die Flammen. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, dass fünf Bedienstete an einer Mautstelle auf der betroffenen Autobahn in Sicherheit gebracht wurden, als sich die Flammen genähert hätten.

In Südtirol kämpften die Einsatzkräfte nahe Bozen unter anderem mit einem Löschhubschrauber gegen einen Waldbrand im Wandergebiet an der Guntschna Promenade. Am Nachmittag meldete die Feuerwehr, das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden.

In der Toskana waren die Behörden am Nachmittag weiter mit dem Löschen eines ausgedehnten Waldbrandes in Massarosa bei Lucca beschäftigt. Starker Wind hätte den Flammen immer wieder Vortrieb gegeben, schrieb die Feuerwehr auf Twitter. Vier Löschflugzeuge unterstützten die rund 60 Einsatzkräfte am Boden.

Eisbomben für Bären

16.33 Uhr: Bei großer Hitze freuen sich auch Tiere über Abkühlung. Daher bekamen etwa in Erfurt, Dresden und Hamburg die Zootiere Eisbomben mit Obst, Gemüse oder Geflügel zur Erfrischung. »Für die Tiere sind hohe Temperaturen immer eine Herausforderung«, sagte Tobias Taraba vom Tierpark Hagenbeck in Hamburg.

Ein Kamtschatkabär knabbert an seiner Eisbombe

Ein Kamtschatkabär knabbert an seiner Eisbombe

Foto: Julian Weber / dpa

Waldbrand im Sauerland – 200 Feuerwehrleute im Einsatz

16.20 Uhr: Bei Sundern im Sauerland ist aus bislang unbekannter Ursache ein Waldbrand ausgebrochen. »Der Waldbrand in einer aufgeforsteten Fläche von rund 35.000 Quadratmetern ist derzeit außer Kontrolle«, teilt die Feuerwehr bei Facebook mit. Menschen seien laut Feuerwehr nicht in Gefahr, berichtet der »Sauerland Kurier« .

Der Einsatz dauert bereits mehrere Stunden an. Ein Feuerwehrsprecher sagte der Zeitung zufolge, man versuche derzeit, die Flammen einzudämmen und ein weiteres Ausbreiten zu verhindern: »Unser größter Feind ist aktuell die Hitze.« Rund 200 Einsatzkräfte seien im Einsatz.

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Strandampel in Timmendorf und Scharbeutz auf Rot

15.55 Uhr: Denken Sie bei dieser Hitze auch an die Strände an Nord- und Ostsee? Vielleicht kommt eine kühle Brise vom Meer hinüber? Und wenn nicht – dann ist die Abkühlung trotzdem nicht weit. So weit, so verlockend. Einzig: Dieser Gedanke kommt nicht nur Ihnen. Und so ist es gerade voll an Nord- und Ostsee. Vor allem an den Hotspots wie Timmendorf oder Scharbeutz. Wer wissen will, wo Sardinen-Alarm herrscht und wo sich noch ein Plätzchen für das eigene Handtuch finden lässt, der kann sich zum Beispiel auf www.strandticker.de  schlaumachen. Dort können sich Tagesgäste über den Andrang an den Ostseptränden zwischen Scharbeutz und Rettin informieren.

Einer geht noch? Vielleicht, aber hier auf der Insel Usedom ist es schon ziemlich voll

Einer geht noch? Vielleicht, aber hier auf der Insel Usedom ist es schon ziemlich voll

Foto: Stefan Sauer / dpa

EU-Klimadienst warnt vor hoher Ozonbelastung durch Hitzewelle

15.30 Uhr: Der EU-Klimawandeldienst Copernicus warnt vor einer gesundheitsschädlich hohen Ozonbelastung in großen Teilen Europas. In den derzeitigen extrem heißen Tagen könne es auch im Nordwesten Europas zu Ozonwerten kommen, die als gefährlich für die Gesundheit gelten, hieß es in einer Mitteilung des Copernicus-Monitoringdienstes für die Erdatmosphäre.

In Südeuropa – etwa Portugal, Spanien und Italien – seien kürzlich bereits Werte von mehr als 200 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen worden. Das gilt als deutlich zu hoch für Menschen wie Umwelt. Auch in Teilen Baden-Württembergs und vielerorts in NRW sind Werte über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten worden. In Borken-Gemen wurden gar 216 Mikrogramm gemessen.

Dem Umweltbundesamt zufolge kann eine zu hohe Ozonkonzentration etwa zu Kopfschmerzen, Husten oder Tränenreiz führen. Bei körperlicher Anstrengung kann das Ozon auch tief in das Lungengewebe vordringen und dort Gewebe schädigen und Entzündungen hervorrufen.

Großbritannien: Regen, aber keine Abkühlung

15.10 Uhr: Der britische Wetterdienst, das Met Office, meldet Regen im Norden und Osten der Insel. Abkühlung bringt der aber wohl kaum. Den Angaben zufolge fällt der Regen in so trockener Luft, dass nur wenige Tropfen auch den Boden erreichen.

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Urlaubshochburg Spanien brennt weiter: »Zamora wird zur Hölle«

15.05 Uhr: Die in Spanien seit Mittwoch voriger Woche wütenden Brände haben in sieben Tagen mindestens 60.000 Hektar Wald zerstört. »Das ist bezüglich Feuer der schlimmste Notfall, seit es Aufzeichnungen gibt«, sagte Zivilschutz-Direktor Leonardo Marcos dem Radiosender Cadena Ser. Besonders schlimm war die Lage in Zamora nahe der Grenze zu Portugal und in Ávila nordwestlich von Madrid. In diesen zwei Provinzen mussten seit Sonntag rund 10.000 Menschen aus zirka 50 Ortschaften vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden.

Allein in Zamora zerstörten zwei Brände bereits 30.000 Hektar Wald. Es gab dort zwei Todesopfer – ein 62 Jahre alter Feuerwehrmann und ein 69-jähriger Schafhirte – und mindestens 15 Verletzte. Unzählige Häuser wurden in Zamora, Ávila und in ganz Spanien zerstört, und allein in Zamora ging die Zahl verendeter Tiere in die Tausende, wie die Regionalbehörden mitteilten. »Zamora wird zur Hölle«, titelte die Digitalzeitung »Zamora News«. Die offiziell seit elf Tagen anhaltende Hitzewelle sollte aber bald zu Ende gehen, wie der nationale Wetterdienst Aemet mitteilte.

DER SPIEGEL

38,1 Grad in Duisburg

14.57 Uhr: Während Großbritannien die 40 Grad geknackt hat, liegt Deutschland noch knapp unter der Marke. Spitzenreiter ist laut kachelmannwetter.com derzeit Duisburg mit 38,1 Grad Celsius.

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Umweltministerin Lemke ruft Deutsche zum Wassersparen auf

14.46 Uhr: Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, Wasser zu sparen. Zwar sei die Trinkwasserversorgung hierzulande nicht gefährdet, sagte die Grünen-Politikerin im Interview mit ntv.de. »Damit das in Zukunft so bleibt, soll jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag zum Wassersparen leisten.« Die Bundesregierung wolle das Thema Wasser verstärkt auf die Tagesordnung setzen. »Wir brauchen eine Wasserstrategie, die sich mittel- und langfristig stärker auf die Folgen der Klimakrise ausrichtet«, sagte Lemke.

Ein Eis für Panda Pit!

14.37 Uhr: Ein Königreich für ein Eis! Während viele Angestellte bei der Arbeit schwitzen, freut sich Panda Pit im Berliner Zoo über eine kleine Erfrischung. Und so wie er schleckt, scheint er das Eis zu genießen. Zoos in ganz Deutschland überlegen sich bei der derzeitigen Hitze, wie sie ihre Tiere am besten abkühlen können. Die Elefanten im Dresdner Zoo etwa können ein Bad nehmen, in Leipzig und Hoyerswerda wird gefrorenes Futter serviert, und in Hannover gibt es für Eisbären sogar Eistorten.

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Neue Rekordtemperatur in Großbritannien: 40,2 Grad

14.24 Uhr: Der Temperaturrekord von 39,1 Grad (siehe unten) hielt nicht lange – inzwischen liegt die höchste jemals in Großbritannien gemessene Temperatur bei 40,2 Grad. Der Wert wurde am Londoner Flughafen Heathrow gemessen. Das teilte der britische Wetterdienst, das Met Office, auf Twitter mit.

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Hitze in der Wohnung ist kein Mietmangel

14.18 Uhr: Gegen die Hitze dieser Tage hilft oft nur der Besuch des Schwimmbads – oder der Rückzug hinter die geschlossenen Rollläden der eigenen vier Wände. Was aber, wenn es in der Bude trotzdem so heiß ist wie draußen? Lesen Sie hier, was der Deutsche Mieterbund dazu sagt.

Waldbrände in Südfrankreich wüten weiter – Altenheim geräumt

14.03 Uhr: Die Waldbrände an der französischen Atlantikküste haben sich weiter ausgebreitet. Die Nacht zum Dienstag war nach Angaben der Präfektur Gironde sehr schwierig. Ein Altenheim bei Teste-de-Buch wurde geräumt. Seit Beginn der schweren Waldbrände bei Teste-de-Buch und Landiras vor einer Woche mussten mehr als 34.000 Menschen ihre Bleibe verlassen. Auch ein Zoo in der Gegend wurde teilweise geräumt und etwa 370 Tiere in einem anderen Zoo untergebracht. Einige der Tiere starben wegen der Hitze und des Stresses, wie das Umweltministerium mitteilte.

DER SPIEGEL

Um das weitere Ausbreiten der Brände zu behindern, versprühen Landwirte nun Wasser im Wald, wie auf Twitter berichtet wird .

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Junge Fledermäuse fallen bei Suche nach kühlen Plätzen herunter

13.57 Uhr: Auch Fledermäusen macht die aktuelle Hitze zu schaffen, warnt der Naturschutzbund Brandenburg (Nabu). Für Jungtiere sind die Temperaturen sogar lebensbedrohlich. In den warmen Quartieren, in denen die kleinen Fledermäuse aufwachsen, etwa unter dunklen Dachziegeln, Brettern oder Verkleidungen, könne es an Hitzetagen bei starker Sonneneinstrahlung unerträglich heiß werden. Dann versuchten die Jungtiere, an kühlere Orte zu flüchten – und fielen dabei oft herunter, schreibt der Nabu in einer Mitteilung.

Arten wie die Breitflügelfledermaus, das Große Mausohr oder auch Zwergfledermäuse, die oft an Gebäuden ihr Quartier bezögen, sind dem Nabu zufolge von der Gefahr besonders betroffen. Wer eine heruntergefallene Fledermaus finde, solle diese vorsichtig mit einem Tuch oder Handschuh anfassen, um sie nicht zu verletzen. Dann müsse sie an einen kühlen Ort gebracht und mit Wasser versorgt werden. Zur Dämmerung könne man die Tiere dann an eine erhöhte Stelle setzen, damit sie wegfliegen. Der Nabu berät dazu über ein Fledermaus-Telefon .

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Straßenfeger in Madrid stirbt an Hitzschlag

13.49 Uhr: José Antonio González kehrte drei Stunden lang die Straßen Madrids – in der prallen Sonne, in einer Uniform aus Polyester. Dann brach der 60-Jährige zusammen. Lesen Sie hier die gesamte Meldung.

Neue Rekordtemperatur in Großbritannien: 39,1 Grad

13.23 Uhr: Mit 39,1 Grad Celsius hat Großbritannien seinen Temperaturrekord gebrochen. Das erklärte der britische Wetterdienst, das Met Office auf Twitter. Die Temperatur wurde in Charlwood in der Region Surrey südlich von London gemessen. Der bisherige Hitzerekord von 38,7 Grad Celsius war am 25. Juli 2019 im Botanischen Garten von Cambridge gemessen worden. Nach Angaben des Wetterdienstes könnte das aber noch nicht der höchste Wert für heute sein. »Wir erwarten, dass die Temperaturen im Laufe des Tages noch steigen«, hieß es beim Met Office.

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Hitze in den Niederlanden: Keine Essenslieferungen, Einsatz von Streusalz

12.54 Uhr: Wegen der starken Hitze liefert die größte niederländische Supermarktkette Albert Heijn am Dienstagnachmittag keine Einkäufe zu Kunden. Bei erwarteten Höchsttemperaturen von bis zu 40 Grad sei es nicht zu verantworten, die Fahrer auf die Straße zu schicken, teilt das Unternehmen mit. Zahlreiche Kunden äußerten ihren Unmut in den sozialen Netzwerken.

Wegen der hohen Temperaturen müssen außerdem viele Straßen und Brücken gekühlt werden. Ein ungewohntes Bild bei der Rekordhitze sind Streuwagen auf den Straßen. Das Salz aber wird nicht wegen Glätte gestreut, sondern um den Asphalt zu kühlen, teilt etwa die Kommune Hardenberg mit. Das Salz entzieht der Luft Feuchtigkeit, und die wiederum kühlt den Asphalt ab. Auf diese Weise sollen Schäden und das Kleben der Straßenoberfläche verhindert werden.

In Amsterdam wurden seit dem Morgen die beweglichen Brücken extra mit Wasser gekühlt. Dadurch soll verhindert werden, dass der Stahl sich ausdehnt. Dann könnten Brücken nicht mehr geöffnet werden, um Boote durchzulassen.

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Bundeszentrale rät von Alkohol an Hitzetagen ab

12.45 Uhr: Auch wenn Bier, Wein oder Cocktails für viele zu einem Sommerabend dazugehören – die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät an Hitzetagen von Alkohol ab. Sowohl alkoholische Getränke als auch hohe Temperaturen erweiterten die Blutgefäße, der Blutdruck sinke, und zudem verliere der Körper Flüssigkeit, wie die Bundeszentrale erklärt. Das könne zu Kreislaufproblemen bis hin zur Bewusstlosigkeit führen.

Da die Sommerhitze zu vermehrtem Schwitzen und steigendem Flüssigkeitsbedarf führe, sei Alkoholhaltiges nicht angebracht. Alkohol entziehe dem Körper weiteres Wasser und wertvolle Mineralstoffe. Der Körper werde ausgelaugt und laufe Gefahr, auszutrocknen. Er könne nicht mehr genug Schweiß produzieren, um sich vor Überhitzung zu schützen – ein Hitzschlag drohe. Als Durstlöscher empfiehlt die BZgA stattdessen Wasser, ungesüßten Tee oder isotonische Getränke.

Lauterbach warnt Ältere: »Ihr Leben ist in den nächsten Tagen in Gefahr«

12.41 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat dazu aufgerufen, älteren Menschen während der Hitzewelle zu helfen. »Jüngere Menschen sollten auf Ältere achten und sie an die Bedeutung von ausreichendem Trinken und Kühle erinnern«, schreibt der Minister auf Twitter: »Bei Älteren sind oft Temperaturempfinden und Durstgefühl gestört. Ihr Leben ist in den nächsten Tagen in Gefahr. Rücksicht und aktive Hilfe sind jetzt notwendig.«

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Wettervorhersage: Gluthitze rückt in den Osten vor

12.35 Uhr: Am Mittwoch verabschiedet sich die starke Hitze von der Westhälfte Deutschlands und rückt in den Rest der Republik vor. Laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD)  in Offenbach werden in der Osthälfte 34 bis 40 Grad erwartet. Nach einem Tag ist auch dort die extreme Hitze vorbei, anschließend geht es in Deutschland überwiegend mit etwas gemäßigteren Temperaturen weiter. Zudem ziehen Gewitter auf, auch Unwetter sind möglich.

Im Westen werden es am Mittwoch 27 bis 34 Grad, dort breitet sich wechselnde Bewölkung mit Schauern, teils kräftigen Gewittern und lokalen Unwettern aus. In der Nacht zum Donnerstag rücken diese bis in den Nord- und Südosten vor. Am Donnerstag bleibt es im Norden und Osten häufig unbeständig, es kann schauern und gewittern. »Im Norden werden teils nicht mal mehr Sommertage mit über 25 Grad erreicht«, erklärte die Meteorologin Sabine Krüger. Ansonsten liegen die Werte zwischen 25 und 30 Grad, im Südwesten und Süden sind auch 32 Grad möglich.

Mit ähnlichen Temperaturen wartet auch der Freitag auf. Im Norden und Nordwesten ist es meist stärker bewölkt, im Süden und Osten strahlt die Sonne vom oft wolkenlosen Himmel. Meist bleibt es trocken, nur im Westen und an den Alpen kann es etwas schauern oder gewittern.

Frankreich: Brände in Weinanbaugebiet – Brandstiftung vermutet

12.30 Uhr: In der südwestfranzösischen Weinanbauregion Gironde wüten Waldbrände. Die Feuer, die durch sengende Hitze und starke Winde angefacht würden, hätten sich seit dem 12. Juli auf einer Fläche von 19.300 Hektar in der Umgebung von Bordeaux ausgebreitet, heißt es. Insgesamt seien 34.000 Menschen evakuiert worden. Etwa 2.000 Feuerwehrleute, unterstützt von acht Löschflugzeugen, kämpften gegen die Brände.

Die Staatsanwaltschaft von Bordeaux teilt in einer Erklärung mit, dass ein Mann im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu dem Brand in Landiras, bei dem 12.800 Hektar verbrannt worden seien, festgenommen worden sei. Bislang ist nicht bekannt, wie groß der finanzielle Schaden durch die Brände ist. Verletzte oder Tote gibt es bislang nicht.

Feuerwehrleute in Gironde: Kampf gegen die Flammen

Feuerwehrleute in Gironde: Kampf gegen die Flammen

Foto: Service Communication-Protocole / dpa

Großbritannien: Touristen trotz Hitze in London unterwegs

12.25 Uhr: Die Temperaturen in Großbritannien sollen im Laufe des Dienstags auf über 40 Grad Celsius steigen. Während der Bahnverkehr teilweise gestoppt werden musste, hat der Londoner Flughafen Luton Flüge ausgesetzt. Auf der Start- und Landebahn seien zuvor Probleme an der Oberfläche entdeckt worden, heißt es.

Mindestens ein großer Zoo in Chester schloss seine Tore während der Hitze. Der Zoo von Bristol teilt mit, dass Totenkopfäffchen, Kea-Papageien und Rote Pandas mit gefrorenen Eislutschern gefüttert würden, die mit Gemüse, Blättern oder Mehlwürmern gefüllt seien.

Im Zentrum Londons besuchten Touristen trotz der Hitze Sehenswürdigkeiten wie den Buckingham Palace und den Tower of London. Am Trafalgar Square hielten viele an, um ihre Hände, Füße und Köpfe in die Brunnenbecken zu tauchen.

Trafalgar Square: Abkühlung im Brunnen

Trafalgar Square: Abkühlung im Brunnen

Foto:

IMAGO/Carlton Myrie/News Images / IMAGO/News Images

Arbeit bei brütender Hitze: Kann ich mein Büro auch ins Freibad verlegen?

12.17 Uhr: Heute wird es heiß. Können Sie Ihr mobiles Office ins Freibad verlegen? Was gilt für Berufe mit Maskenpflicht oder im Freien? Lesen Sie hier, was Beschäftigte wissen sollten. 

Leistungssport in der Hitze: Viel Wasser trinken

12.05 Uhr: Derzeit rollt die Tour de France, das wichtigste Radrennen der Welt, durch die Hitze Frankreichs. Die heutige Etappe führt von Carcassonne, wo derzeit knapp 30 Grad gemessen werden, nach Foix, dort wird mit 34 Grad gerechnet. Die Fahrer werden sich mit ausreichend Wasser versorgen müssen. Radprofi Toms Skujins hat am Wochenende bereits vorgemacht, wie das richtig geht. Er steckte sich zahlreiche Flaschen unter das Trikot, um seine Kollegen mit Wasser zu versorgen.

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Wie wird extreme Hitze eigentlich gemessen?

12.00 Uhr: Kratzt eine Temperatur am Hitzerekord? Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten – schon gar nicht mithilfe eines einfachen Thermometers.

Um weltweite Vergleiche zu ermöglichen, gelten für die Temperaturmessung internationale Standards etwa für Standort, Bedingungen oder Instrumente. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) müssen die Sensoren in den frei stehenden Messstationen eine Höhe von zwei Metern haben. Ein Gehäuse mit Lamellen schützt die Fühler vor der prallen Sonne, Luft kann aber zirkulieren. Der Boden unter dem Messstand soll mit Rasen bedeckt sein und nicht etwa mit Beton. Zu Bäumen oder Gebäuden ist ein Mindestabstand einzuhalten. Erfüllt eine Messstation diese Bedingungen nicht, können Temperaturen ungenau oder verfälscht sein.

Im Dezember 2020 zum Beispiel annullierte der DWD den Hitzerekord für Deutschland. Der bis dahin höchste Wert von 42,6 Grad war am 25. Juli 2019 in Lingen im Emsland gemessen worden. Doch am Messfeld der Station traten immer wieder Temperaturen auf, die für die Region nicht repräsentativ waren. Eine über die Jahre »deutlich gewachsene Vegetation in direkter östlicher Nachbarschaft« habe immer wieder den Luftaustausch bei Wind aus dieser Richtung behindert, stellte der DWD fest – und weg war der Rekord.

Seither liegt dieser den Meteorologen zufolge bei 41,2 Grad, die am selben Tag in Duisburg-Baerl und Tönisvorst bei Krefeld gemessen wurden.

Ein einfaches Thermometer reicht nicht, um einen offiziellen Hitzerekord zu messen

Ein einfaches Thermometer reicht nicht, um einen offiziellen Hitzerekord zu messen

Foto: Christoph Hardt / Future Image / IMAGO

Eindrücke aus England: »Die Klimaanlagen in den Zügen arbeiten am Limit«

11.44 Uhr: Die Hitze hat den britischen Bahnverkehr teilweise lahmgelegt. Das merkt auch unser Kollege Jan Göbel, der derzeit für die Fußball-Europameisterschaft dort unterwegs ist. Er schreibt:

»In den Zügen riecht es nach Deo, man sieht kurze Hosen, und über die Lautsprecher hört man vor allem ein Wort: Heat! Hitze! Wer in diesen Stunden in England mit dem Zug reist, hat es nicht einfach. Einige Verbindungen sind wegen der Temperaturen um 35 Grad gestrichen worden, Getränkeautomaten leer gekauft. Im Zug aus London in Richtung Brighton – wo man ins Meer für eine Abkühlung springen oder am Mittwoch das erste Viertelfinale der EM der Fußballerinnen verfolgen könnte – heißt es: Steigen Sie hier nur ein, wenn Sie eine Übernachtung in Brighton sicher haben. Es gibt möglicherweise keinen Zug heute Abend mehr zurück. Immerhin: Es ist so heiß, dass man wohl auch in der Nacht unter freiem Himmel am Strand von Brighton nicht erfrieren würde. Einen Pullover sollte man jedoch eingepackt haben – die Klimaanlagen in den Zügen arbeiten am Limit.«

Hitze-Tipps für Tierhalter

11.35 Uhr: Nicht nur Menschen kann es bei Temperaturen über der 30-Grad-Marke zu heiß werden, auch Tiere leiden unter der Hitze. Haustiere sollten daher vor der prallen Sonne geschützt werden und immer genug Flüssigkeit haben. Der Deutsche Tierschutzbund  gibt mehrere Tipps.

  • Viel Flüssigkeit: Hund, Katze, Hamster und Co. schwitzen nicht, sondern kühlen sich durch Hecheln und Trinken. Ausreichend Flüssigkeit ist daher überlebenswichtig.

  • Sonnenschutz: Zu den häufigsten Hitzeopfern gehören Kaninchen, Meerschweinchen und Ziervögel, deren Gehege in praller Sonne stehen. Sie sollten sich immer in den Schatten zurückziehen können. Hunde sollten nicht zu kurz geschoren werden, auch sie können Sonnenbrand bekommen.

  • Spaziergänge verschieben: Das Gassigehen sollte in die Morgen- und Abendstunden und in schattige Parks oder Waldgebiete verlegt werden. Gleiches gilt für Ausritte mit dem Pferd.

  • Nicht im Auto zurücklassen: Tiere sollten nicht im Auto zurückgelassen werden, während Herrchen oder Frauchen einkaufen oder Eis essen gehen. Der Wagen heizt sich auf, dem Tier drohen Sauerstoffmangel, Übelkeit und Kreislaufversagen – und im schlimmsten Fall ein qualvoller Tod.

Szene am Trafalgar Square in London: Auch Tiere leiden unter der Hitze

Szene am Trafalgar Square in London: Auch Tiere leiden unter der Hitze

Foto: IMAGO/Vuk Valcic / IMAGO/ZUMA Wire

Baerbock: »Wir sind nicht auf dem 1,5-Grad-Pfad«

11.03 Uhr: Die Klimakrise sei nicht einfach nur eine weitere Krise, sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock bei einem Treffen mit ihrem ägyptischen Amtskollegen Samih Schukri. »Sie legt sich vielmehr als große, übergeordnete Krise über alle anderen Krisen und wirkt so wie ein Brandbeschleuniger«, sagte Baerbock weiter. Zudem beklagte sie, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. »Wir sind nicht auf dem 1,5-Grad-Pfad«, warnte Baerbock am Dienstag am zweiten Tag des sogenannten Petersberger Klimadialogs in Berlin.

»Wir können die Klimakrise nicht aufschieben«, fügte sie mit Blick auf Dürre in Afrika und die Hitzewelle in Europa hinzu. »Deshalb können wir den Kampf nicht aufschieben, weil andere Krisen wichtiger erscheinen.« Sie sprach sich dagegen aus, die Anstrengungen zur Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes zugunsten von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zurückzufahren. »Wir dürfen keinen Rückschlag erleiden wegen der gefährlichen geopolitischen Lage«, betonte auch Schukri mit Hinweis auf die Coronapandemie und den Krieg in der Ukraine. Ägypten organisiert im November die Internationale Klimakonferenz (COP27) und war deshalb Co-Gastgeber des Petersberger Klimadialogs.

Hitzewelle in Frankreich verschiebt sich Richtung Osten

10.47 Uhr: Die Hitzewelle in Frankreich klingt im Westen des Landes etwas ab. Der französische Wetterdienst Météo-France hob die höchste Hitze-Warnstufe für 15 Départements an der Atlantikküste auf. Für 73 der 101 Départements in Frankreichs galt jedoch weiterhin die zweithöchste Warnstufe. Im Osten des Landes soll es bis zu 40 Grad heiß werden, wie in Deutschland.

Derweil kämpften Einsatzkräfte gegen zwei große Feuer in der Nähe von Bordeaux. Fast 1700 Feuerwehrleute aus ganz Frankreich waren gegen die Brände im Einsatz, die nach Angaben der Behörden vom Montagabend rund 17.000 Hektar Wald zerstörten. In den umliegenden Gebieten mussten rund 16.000 Menschen am Montag in Sicherheit gebracht werden. Ein Mann wurde wegen des Verdachts auf Brandstiftung festgenommen. Westlich von Bordeaux unweit der höchsten Sanddüne Europas, Dune du Pilat, brannten fünf Campingplätze ab, 6000 Urlauber waren dort bereits vergangene Woche evakuiert worden.

Berliner Kleingärtner rufen zum wassersparenden Gießen auf

10.41 Uhr: Der Landesverband der Berliner Kleingärtner mahnt, während der lang anhaltenden Trockenheit umweltbewusst mit Wasser zu umzugehen. Der Verband ruft die Berlinerinnen und Berliner einer Mitteilung zufolge auf, Wasser nur dort und zielgerichtet einzusetzen, wo es unbedingt notwendig ist.

»Wir müssen uns in unseren Gewohnheiten umstellen – weg vom Flächenwässern, um unnötige Verdunstung zu vermeiden«, sagte Gert Schoppa, Präsident der Berliner Gartenfreunde. Eine weitere Maßnahme während der Trockenperiode sei, weniger häufig nur oberflächlich zu wässern, stattdessen seltener, aber durchdringend zu gießen. Auf Neupflanzungen solle man derzeit generell besser verzichten.

Häuser in der Toskana wegen Waldbrand evakuiert

10.33 Uhr: Die italienische Feuerwehr hat wegen eines großen Waldbrandes in der Toskana mehrere Bewohner in Sicherheit gebracht. Das Feuer brach am Montagabend in der Gemeinde Massarosa nördlich von Pisa aus, teilte die Feuerwehr mit. Laut des toskanischen Zivilschutzes hätten die Nacht über Winde aus Nordosten die Flammen weiter angetrieben, sodass sie auch Wohnhäuser bedrohten. Aus diesen wurden rund 30 Menschen evakuiert. Die Behörden sperrten zwischenzeitlich immer wieder die Verkehrsbrücke zwischen Lucca und Viareggio. Drei Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge unterstützen die zwölf Feuerwehreinheiten am Boden.

EU will wegen Waldbrandgefahr Löschflugzeuge kaufen

10.25 Uhr: Angesichts der Häufung von Waldbränden plant die Europäische Union den Kauf von Löschflugzeugen. Mit mehreren Herstellern würden derzeit Gespräche geführt, sagte der EU-Kommissar für Krisenschutz, Janez Lenarčič. »Die Flugzeuge werden von den Mitgliedstaaten beschafft, aber zu 100 Prozent von der Europäischen Union finanziert.«

Derzeit koordiniert und finanziert die EU den Einsatz von zwölf Löschflugzeugen sowie einem Hubschrauber, die von den Mitgliedstaaten eingesetzt werden können. In diesem Jahr hat die Union bislang fünf Hilfeanfragen ihrer Mitgliedstaaten erhalten, 2021 waren es neun. Seit Juni sind die Löschflugzeuge in Portugal, Frankreich und Slowenien im Einsatz. Außerdem wurden 200 europäische Feuerwehrleute nach Griechenland verlegt, um örtliche Teams zu unterstützen.

Sozialverband VdK fordert Hitzeschutzplan für Pflegeheime

10.16 Uhr: Angesichts der Hitzewelle und der Gefahr für Pflegebedürftige hat der Sozialverband VdK einen Krisenplan gefordert, da gerade Menschen in Pflegeheimen und Krankenhäusern besonders von der Hitze belastet seien. »Ein Hitzeaktionsplan muss her, mit umfassenden Vorgaben für Pflegeanbieter: von der Medikamentenlagerung bis hin zu baulichen Maßnahmen wie Thermofenstereinbau und Verschattungssystemen«, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Die VdK-Chefin plädierte außerdem für eine Informationskampagne für pflegende Angehörige: »Auch zu Hause Gepflegte dürfen nicht vergessen werden«, sagte sie. »Eine Informationskampagne muss sie und pflegende Angehörige auf die Gefahren hinweisen und wie man sich effektiv davor schützen kann.« Bentele warnte, die derzeitige Hitzewelle könne insbesondere für ältere, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen »lebensbedrohlich« sein.

Hannover verbietet Grillen in Parks

9.55 Uhr: Die Stadt Hannover verbietet wegen der Hitze das Grillen in öffentlichen Park- und Grünanlagen. Das teilt die Feuerwehr mit. Auch offenes Feuer sei wegen erhöhter Brandgefahr ab sofort untersagt, heißt es. Es drohen Geldbußen. »Sobald Grillen witterungsbedingt wieder vertretbar ist, wird die Stadt Hannover darüber informieren«, twittert die Feuerwehr . Auch mit Zigarettenkippen solle man vorsichtig sein, im Bezirk Kleefeld habe es bereits einen Schwelbrand gegeben.

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Tausende Olivenbäume auf Kreta verbrannt

9.50 Uhr: Schwere Brände haben südlich der Hafenstadt Rethymno auf Kreta große Flächen landwirtschaftlich genutzten Landes zerstört. Bislang seien mehr als 1850 Hektar landwirtschaftlich genutztes Land verbrannt, sagte der Bürgermeister der Region, Giannis Taratarakis, dem griechischen Nachrichtensender »Real FM«. »Es handelt sich hauptsächlich um Olivenbäume. Viele Menschen haben gar kein Einkommen mehr«, fügte er hinzu.

Die Feuerwehr dämmte das Feuer mit Löschhubschraubern, Löschflugzeugen und Hunderten Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfern ein. Es war am Freitag ausgebrochen, berichtete der staatliche Rundfunk. Die Brandgefahr bleibt wegen der Trockenheit und starker Winde im gesamten Süden Griechenlands sehr hoch, warnte der Zivilschutz am Dienstag.

Hitze legt Bahnverkehr in Teilen Großbritanniens lahm

9.43 Uhr: Extreme Temperaturen haben den Bahnverkehr in Teilen Großbritanniens lahmgelegt. Der Betrieb auf den Hauptbahntrassen entlang der englischen Ostküste und in die Midlands wurde komplett eingestellt. Das teilte Streckennetzbetreiber Network Rail mit. Die Menschen wurden aufgerufen, ihre Reisepläne zu ändern.

»Unsere Techniker arbeiten sehr hart daran, die Infrastruktur auf ihre Widerstandsfähigkeit angesichts dieser Rekordhitze zu prüfen. Wir hatten keine andere Wahl, als sie zu sperren«, sagte der zuständige Network-Rail-Manager Jake Kelly der BBC. In Teilen Englands werden Temperaturen von bis zu 42 Grad Celsius erwartet. Das wäre die höchste je gemessene Temperatur in Großbritannien. Die Nacht zum Dienstag war laut dem britischen Wetterdienst Met Office bereits die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Trockene und abgestorbene Bäume im Harz an der Achtermannshöhe (Niedersachsen)

Trockene und abgestorbene Bäume im Harz an der Achtermannshöhe (Niedersachsen)

Foto: Martin Wagner / imago images/Martin Wagner

Höchste Waldbrand-Alarmstufe in zehn Bundesländern

9.18 Uhr: Wegen der ausgetrockneten Böden besteht in Teilen Deutschlands höchste Waldbrandgefahr. Für die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen hat der Deutsche Wetterdienst teilweise die höchste Stufe des fünfstufigen Gefahrenindex ausgerufen.

Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) appellierte an alle Waldbesuchende, besonders vorsichtig zu sein. »Die aktuelle Hitzewelle und die herrschende Trockenheit sorgen dafür, dass die Waldböden vielerorts mit vertrockneten, leicht entzündlichen Blättern, Zweigen und Nadeln bedeckt sind. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe reicht aus, um einen folgenschweren Waldbrand auszulösen«, sagte sie.

Hitzeaktionsplan in Mannheim

8.58 Uhr: Die Stadt Mannheim will Wissen sammeln, wo man etwas gegen die Hitze unternehmen kann. Dafür sollen Sensormesspunkte im ganzen Stadtgebiet installiert werden, sagte der städtische Klimamanager Georg Pins der »Heilbronner Stimme«. Als eine der ersten Städte in Deutschland habe Mannheim im Jahr 2021 einen Aktionsplan gegen Hitze entwickelt. Ein Kernelement des Plans sei die Warnung besonders gefährdeter Gruppen vor Hitzerisiken und die Aufklärung über richtiges Verhalten.

Gekoppelt sei der städtische Hitzeaktionsplan an das Klimaschutzkonzept der Stadt – die Entsiegelung betonierter Flächen wie Parkplätzen und Schulhöfen. Mit der Begrünung von Dächern, teilweise auch Fassaden, womit ein besseres Mikroklima geschaffen werde, habe man bereits begonnen, sagte Pins. »Wir fördern es, wenn Privatleute sowas machen, tun aber auch selbst viel, indem wir zum Beispiel Schulhöfe entsiegeln. Man muss sich klar machen, dass zwischen einer Wildwiese und einer versiegelten Fläche teilweise Temperaturunterschiede von 30 Grad messbar sind.«

Bauministerium will Städte mit Förderprogramm besser vor Erderwärmung schützen

8.51 Uhr: Die Bundesregierung will die städtischen Lebensräume für die Klimaerwärmung wappnen. Der Bund werde dieses Jahr 790 Millionen Euro bereitstellen, um neben der sozialen Entwicklung der Städte gezielt auch ihre Klimaresilienz zu fördern, teilte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) auf Twitter mit. »Wenn Quartiere saniert oder neu errichtet werden, gehören Frischluftschneisen, Parks und Flüsse dazu«, schrieb Geywitz. »Mit der Städtebauförderung machen wir unsere Städte für die Herausforderungen des Klimawandels fit.«

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Bislang heißester Tag des Jahres in Deutschland erwartet

8.37 Uhr: Viel trinken und direkte Sonne vermeiden: Wenn an diesem Dienstag die Hitzewelle über Deutschland rollt, raten Gesundheitsbehörden zur Vorsicht. Im Südwesten und Westen sind bis zu 40 Grad möglich. Lesen Sie hier die ausführliche Meldung.

So machen Sie Ihre Wohnung wieder kühl

8.14 Uhr: Die Deutschen ächzen unter der Hitzewelle – und versorgen sich gegenseitig mit Tipps, wie man die Räume möglichst kalt bekommt. Ein Experte erklärt, was die Ratschläge taugen: von der Alufolie vor dem Fenster bis zur Fußbodenkühlung. Lesen Sie hier die gesamte Meldung .

sol/mgo/ptz/AFP/dpa/Reuters
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