Hitzewelle Griechenland bereitet sich auf den Ausnahmezustand vor

Griechenland meldet den heißesten Juni-Tag seiner Wetter-Geschichte: In Eleusis nahe Athen wurden 46 Grad gemessen, nachts "kühlt" es ab auf 30 Grad. Meteorologen rechnen damit, dass die Hitzewelle morgen ihren Höhepunkt erreicht.


Athen - Angesichts von Temperaturen bis zu 46 Grad sei mit Lücken in der Stromversorgung zu rechnen, erklärte der Zivilschutz. Im ganzen Land wurden vollklimatisierte Hallen vorbereitet, um vor allem ältere und herzkranke Menschen aufnehmen zu können. Zehn Menschen sind der Hitze bereits zum Opfer gefallen: Darunter Rentner, die vermutlich an Hitzschlag starben.

Jugendliche in einem Brunnen in Athens Innenstadt: Griechenland bereitet sich auf den Ausnahmezustand vor
DPA

Jugendliche in einem Brunnen in Athens Innenstadt: Griechenland bereitet sich auf den Ausnahmezustand vor

Die Einwohner Athens wurden aufgefordert, die Sonne zu meiden und stromintensive Geräte wie Waschmaschinen nur sparsam einzusetzen. Wegen zunehmender Nutzung von Klimaanlagen drohten nach Behördenangaben Stromausfälle. In Rumänien waren vergangene Woche 19 Menschen in Folge der heißen Temperaturen gestorben.

Auch die Italiener leiden unter einer seit Tagen anhaltenden Hitzewelle mit Temperaturen von teilweise über 40 Grad im Schatten. Vor allem die Mitte und der Süden des Landes sind betroffen. In der sizilianischen Stadt Catania rechneten Meteorologen heute mit Spitzenwerten von 45 Grad.

Wahrscheinlich habe die enorme Schwüle auf der süditalienischen Insel bereits zwei Rentnern das Leben gekostet, berichtete die Zeitung "La Repubblica". Zwei 76- jährige Männer seien vermutlich an einem Hitzschlag gestorben.

Gleichzeitig informierten Experten, dass das Wasser des Mittelmeers rund um die Apennin-Halbinsel ungewöhnlich hohe Temperaturen erreicht habe. Schon Ende April sei das Wasser bis zu 21 Grad warm gewesen. Im April und Mai hätten die Temperaturen um drei Grad über den Durchschnittswerten gelegen. "So heiß war das Wasser seit 22 Jahren nicht mehr", hieß es.

jjc/Reuters/dpa



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