Hitzewelle Piloten sterben im Kampf gegen Waldbrände

Sie ließen ihr Leben beim Einsatz gegen das Feuer: In Italien und Griechenland starben mehrere Piloten, als sie versuchten, Waldbrände zu löschen. Auch in Rumänien kamen Menschen in der anhaltenden Hitze ums Leben. Abkühlung ist nicht in Sicht.

Athen/Rom/Bukarest - Den Löscheinsatz gegen die Waldbrände in Griechenland überlebten zwei Feuerwehrleute nicht, als ihr Flugzeug über der Insel Evia abstürzte, wie die Behörden mitteilten. Auch in Italien starb ein Pilot bei den Löscharbeiten aus der Luft: Bei dem Unglück in der Provinz L'Aquila im Zentrum des Landes wurde der zweite Pilot der Maschine nach Angaben des Zivilschutzes nur verletzt.

Die Feuer breiteten sich den Angaben zufolge durch die ungewöhnlich große Hitze und starken Wind in weiten Teilen Italiens aus. Mehr als 8000 Feuerwehrleute waren mit 1700 Löschfahrzeugen und zehn Hubschraubern im Einsatz; 21 Flugzeuge steuerte der Zivilschutz zusätzlich bei. In der Region Kalabrien im Süden sowie auf Sardinien und Sizilien brachen neue Brände aus. Im Zentrum des Landes und im sardischen Bergland mussten Wohngebiete evakuiert werden, in Norditalien fielen Züge aus. In der ersten Julihälfte brannten amtlichen Angaben zufolge bereits 6690 Hektar Wald und Busch in Italien nieder.

In Griechenland wurden seit Juni bereits mehr als 2000 Waldbrände gemeldet. Auch in der südserbischen Provinz Kosovo wüteten Waldbrände. Mehr als 20 Häuser in zwei Dörfern fielen den Flammen zum Opfer, wie die Behörden mitteilten. Sicherheitskräfte und NATO-Soldaten evakuierten die Einwohner.

Der seit einer Woche anhaltenden Rekordhitze in Rumänien sind schon mindestens 18 Menschen zum Opfer gefallen. Die meisten starben laut dem Gesundheitsministerium in Bukarest an Austrocknung. Die Regierung stellte Zelte auf, in denen Wasser ausgegeben wurde und Erste-Hilfe-Experten bereit standen. In Bukarest kam es zu Stromausfällen. Ein Ende der Hitzewelle ist bisher nicht abzusehen.

Für Dienstag und Mittwoch wurden die Bewohner in rund der Hälfte der 42 rumänischen Regionen aufgefordert, zu Hause zu bleiben - es werden abermals Temperaturen bis zu 42 Grad Celsius erwartet. Auch für Rom sind 39 Grad und für Catania auf Sizilien sogar heiße 41 Grad vorhergesagt.

tno/AP/AFP

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