Hochwasserdrama Tausende Rumänen auf der Flucht

Bedrohliche Fluten: Tausende rumänische Donau-Anrainer müssen ihre Häuser verlassen, rund 120 Orte stehen unter Wasser. Ein neuer Dammbruch verschärft die Situation.


Bukarest - Aus den Donau-Hochwasserregionen in Rumänien sind am Vormittag mehr als 4700 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Im Süden des Landes, insbesondere in der Umgebung der Städte Clarasi und Fetesti, seien vom Hochwasser der Donau bedrohte Gegenden evakuiert worden, sagte Innenminister Vasile Blaga.

Ein Dammbruch bei der Ortschaft Bistret hat zudem die Lage weiter verschärft. Hunderte Helfer versuchen, die Bruchstelle zu reparieren. Schon an Ostern war in der Nähe ein Damm gebrochen, mehr als 3000 Menschen mussten fliehen.

Die Behörden in Rumänien gingen davon aus, dass insgesamt rund 10.000 Menschen ihre Häuser wegen des Hochwassers aufgeben müssten, hieß es. Laut einer Bilanz von heute sind bislang 119 Ortschaften an der Donau und ihren Seitenarmen vom Hochwasser betroffen. Die Betroffenen werden in Schulen, Krankenhäusern und Zelten untergebracht.

Im westlichen Donauabschnitt seien die Durchflussmengen doppelt so hoch wie normalerweise im April, teilte das rumänische Wasserbewirtschaftungsamt mit. Ursachen sind Tauwetter und starke Regenfälle. Der Regen scheint allerdings nachzulassen: Das Wetteramt sagt für heute Abend und Morgen nur leichten Regen voraus.

str/AFP



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