Hochzeit mit Hindernissen Ausgebüxte Braut kehrt zerknirscht zurück

Für die Braut, die sich nicht traut, wird doch noch alles gut: Nachdem die 32-jährige Amerikanerin Jennifer Wilbanks ohne Erklärung ausbüxte und ihre Hochzeit mit 600 geladenen Gästen platzen ließ, will der Bräutigam nun einen zweiten Anlauf zum Eheglück wagen.


Jennifer Wilbanks: Die Braut, die sich nicht traut
AP

Jennifer Wilbanks: Die Braut, die sich nicht traut

Washington - "Es ist mir nie in den Sinn gekommen, die Beziehung zu beenden. Sie hat mich gefragt, ob ich sie noch heiraten möchte, und ich habe geantwortet: 'natürlich'", zitiert die Tageszeitung "Atlanta Journal-Constitution" heute den Bräutigam John Mason. Als Erstes habe er seiner Verlobten den zurückgelassenen Diamantring wiedergegeben, und sie habe ihn sofort an den Finger gesteckt.

Ärger droht der 32-Jährigen möglicherweise jedoch von anderer Stelle: Die Justiz prüft, ob sich Wilbanks mit der Vortäuschung einer Entführung strafbar gemacht hat und für die Kosten der tagelangen Suche aufkommen muss. Ihr drohen im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Schadenersatzzahlung von bis zu 100.000 Dollar (78.000 Euro).

Wilbanks hatte kurz vor ihrer in Duluth bei Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) geplanten Hochzeit Angst bekommen und war nach dem Joggen wie vom Erdboden verschwunden. Die Familie befürchtete ein Verbrechen und löste eine landesweite Suche aus.

Am Samstag meldete sich die verhinderte Braut per Telefon aus dem 2000 Kilometer entfernten New Mexico. Sie tischte ihren Verwandten zunächst eine Entführungsgeschichte auf, ehe sie nach vier Stunden Polizeivernehmung zugab: "Ich habe kalte Füße bekommen." Die Flucht hatte sie gut geplant. Eine Woche vor dem Verschwinden hatte sie unter anderem Namen ein Busticket gekauft.



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