Ermittlungen im Drogenmilieu Polizei hebt Cannabisplantage im "Horrorhaus" von Höxter aus

In Höxter soll ein Ehepaar zwei Frauen so massiv misshandelt haben, dass sie starben - sein ehemaliges Anwesen ist seitdem als "Horrorhaus" bekannt. Nun kam es dort erneut zu einem Kriminalfall.

Cannabis im "Horrorhaus" in Höxter
DPA

Cannabis im "Horrorhaus" in Höxter


Im sogenannten Horrorhaus von Höxter hat die Polizei bei einer Bande mutmaßlicher Drogenhändler mehr als tausend Cannabispflanzen beschlagnahmt. Zwölf Menschen seien festgenommen worden, teilte die Polizei in Bielefeld mit. Darunter sei auch der neue Eigentümer des Anwesens.

In dem Haus soll ein Ehepaar zwei Frauen gefangengehalten und so massiv misshandelt haben, dass sie starben. Der Prozess gegen das inzwischen geschiedene Paar läuft vor dem Landgericht Paderborn. Medienberichten zufolge wurde das Haus Anfang des Jahres verkauft.

An der Razzia waren auch Spezialeinheiten beteiligt. Nachforschungen der Polizei hatten ergeben, dass eine Bande in dem Gebäude eine Cannabisplantage betrieb, die vermutlich von einem 42-jährigen Mann aus den Niederlanden geführt wurde.

"Horrorhaus" in Höxter
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"Horrorhaus" in Höxter

Die Ermittlungen dauern noch an. Bei den Festgenommenen handelte es sich laut Polizei um den möglichen Bandenchef und seinen Komplizen, den neuen Eigentümer des Hauses sowie verschiedene weitere Männer und Frauen.

Letztere waren offenbar als Fahrer, Helfer und zum Teil nur als "Erntehelferinnen" vor Ort. Gegen die Festgenommenen solle Haftbefehl wegen des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge beantragt werden.

asa/AFP/dpa

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