Hollywood-Schriftzug manipuliert Rauchzeichen

Unbekannte haben an Neujahr den legendären Hollywood-Schriftzug verändert und damit weltweit Marihuana-Fans begeistert. Ein Marketing-Gag? Die berühmten Buchstaben wurden nämlich schon oft für Botschaften missbraucht.
Veränderter Hollywood-Schriftzug

Veränderter Hollywood-Schriftzug

Foto: Damian Dovarganes/ AP

Plötzlich ging es in Hollywood nur noch ums Gras: Ein Unbekannter hat in der Nacht zu Neujahr den berühmten Schriftzug in Los Angeles in "Hollyweed" umgeändert und spielt damit offenbar auf die Legalisierung von Marihuana im Bundesstaat Kalifornien an.

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Pünktlich zum neuen Jahr verwandelte ein Scherzbold die Buchstaben O mithilfe von schwarzen und weißen Planen in ein E. Damit endet der Schriftzug nun auf das Wort "Weed", was umgangssprachlich für Marihuana steht.

Kameras zeichneten auf, wie der Unbekannte sich nachts auf das abgesperrte Gelände um das Schriftzeichen schlich. Wie die Los Angeles Times unter Berufung auf die Polizei berichtet, muss er sich nun wegen unerlaubten Betretens verantworten - noch ist die entsprechende Person jedoch nicht gefunden.

Anfang November hatte Kalifornien die Bürger in einem Volksentscheid abstimmen lassen, ob Kiffen im Bundesstaat legalisiert werden soll. Die Wähler hatten sich dafür ausgesprochen. Jeder, der älter als 21 ist, darf seitdem in kleinen Mengen Marihuana besitzen und bei sich zu Hause sechs Cannabis-Pflanzen anbauen. Zur medizinischen Verwendung war Marihuana in Kalifornien schon 1996 legalisiert worden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Fremde sich an dem Schriftzug zu schaffen machen:

Schon 1976 war das Wahrzeichen der Filmmetropole in "Hollyweed" abgewandelt worden. Ob es sich diesmal um einen Werbegag handelt, ist nicht bekannt.

Die Fläche, auf der der Schriftzug heute steht, hatte Zeitungsherausgeber Harry Chandler 1923 für gigantische Reklametafeln genutzt, auf denen er sein neu erworbenes Land als "Hollywoodland" anpries. Damals war es vermutlich das größte und aufwendigste Werbebanner der Welt. Es blieb jahrzehntelang stehen, doch mit der Zeit verlotterten die Buchstaben, eine Lösung musste her.

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Traumfabrik-Schriftzug: Hollywoods neun Buchstaben

Foto: REED SAXON/ AP

Die präsentierte dann "Playboy"-Gründer Hugh Hefner. 1978 lud der Millionär zahlreiche Prominente in seine Privatvilla ein, wo die Gäste für 27.700 Dollar zum offiziellen "Paten" eines Buchstabens werden konnten. Eine einmalige Gelegenheit, sich für einen guten Zweck unsterblich zu machen - und die Strategie, an das Ego der Stars zu appellieren, ging auf: Popsänger und TV-Moderator Andy Williams übernahm das "W", der Rocker Alice Cooper das "O" und Hefner selbst das "Y".

mja/dpa
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