Einigung mit Klatschportal Hulk Hogan bekommt 31 Millionen von Gawker

Gawker zeigte ein Sexvideo von Hulk Hogan - und wurde zu so hohem Schadensersatz verurteilt, dass das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Nun wurde eine Einigung mit dem früheren Wrestler erzielt.

Hulk Hogan
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Nach dem Prozess um ein Sexvideo mit Hulk Hogan hat sich das insolvente US-Klatschportal Gawker mit dem Wrestler auf eine Zahlung von 31 Millionen Dollar geeinigt. Gawker verzichte dafür darauf, das Urteil anzufechten, teilte Firmengründer Nick Denton in seinem Blog mit. "Die Geschichte ist vorbei."

Alle Beteiligten hätten zugestimmt, sagte ein Anwalt Hogans. "Es ist Zeit, nach vorne zu schauen." Ein Gericht hatte Gawker vor einem halben Jahr zur Zahlung von 140 Millionen Dollar verdonnert - das Unternehmen stellte kurz darauf einen Insolvenzantrag.

In dem Streit geht es um ein Video, das Terry Bollea, so Hogans bürgerlicher Name, beim Sex mit der Frau eines Freundes zeigte. Gawker hatte Ausschnitte davon veröffentlicht. Der frühere Wrestling-Superstar wurde in seiner Klage von Tech-Milliardär Peter Thiel unterstützt - der war einst durch einen Blogartikel aus dem Gawker-Netzwerk gegen seinen Willen als homosexuell geoutet worden.

Nach der Insolvenz ersteigerte der spanischsprachige US-Medienkonzern Univision Gawker für 135 Millionen Dollar. Die Website Gawker.com, Flagschiff des Unternehmens, wird jedoch nicht mehr betrieben und existiert nur noch als eine Art Archiv.

hut/dpa/AP

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