Tierfake in China Zoo schließt nach Hunde-Löwen-Affäre 

Ein Löwe, der in Wirklichkeit ein großer Hund ist: Diese Maskerade bringt einem Tierpark im chinesischen Luohe Hohn und Spott ein. Jetzt entschuldigt sich die Zoodirektion öffentlich - und lässt die Anlage schließen.

AP

Peking - Die possierliche Affäre um einen Fake-Löwen in einem chinesischen Tierpark zieht weitere Kreise. Nachdem sich weltweit Hohn und Spott über die Zoodirektion ergossen hatte, zog diese nun die Notbremse: Der Park wurde vorübergehend geschlossen.

Staatlichen Medien zufolge hatte der Zoo einen Tibet Mastiff im Großkatzengehege gehalten. Hunde dieser Rasse sind für ihr buschiges Fell bekannt, das sie entfernt löwenartig aussehen lässt. Berichten der Zeitung "Beijing Youth Daily" zufolge hielt der Zoo außerdem einen Hund im Wolfsgehege und Füchse im Leopardenkäfig. Im Schlangenterrarium seien zudem Nutrias herumgelaufen.

"Mehrere Schilder mit falschen Tiernamen" seien in dem Zoo nun geändert worden, berichtete jetzt die Tageszeitung "Bejing Times". Die Zoodirektion habe sich zudem öffentlich entschuldigt und eine zeitweilige Schließung zur "Nachbesserung" verfügt.

Zoochef Liu Suya hatte zuvor Anschuldigungen bestritten, es habe sich bei dem falschen Löwen um einen Täuschungsversuch gehandelt. In Wahrheit habe man den tatsächlich existierenden Löwen zu Züchtungszwecken ausgeliehen, das Tier komme bald zurück nach Luohe. Der Tibet Mastiff in seinem Gehege gehöre einem Zoowärter. Während einer Dienstreise habe der Mann eine Unterbringungsmöglichkeit für seinen Hund benötigt.

rls/AFP



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