Teure Haustiere Jagdhund sollte Rundfunkbeitrag zahlen

Janosch Städtler muss für seinen Fernseh- und Radiokonsum Geld bezahlen. So weit, so klar. Aber Janosch ist sechs Jahre alt und ein ungarischer Jagdhund.
Jagdhund mit Zahlungsbescheid: Janosch guckt nicht gern Fernsehen

Jagdhund mit Zahlungsbescheid: Janosch guckt nicht gern Fernsehen

Foto: Thomas Frey/ dpa

Koblenz - Wer als Hundehalter denkt, mit der Hundesteuer und den Tierarztkosten sei es getan, der hat nicht mit den Rundfunkgebühren gerechnet. Anfang des Jahres erhielt ein Janosch Städtler aus Koblenz Post vom Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Sender - doch der ist ein Magyar Viszla, ein ungarischer Jagdhund.

Besitzer Christian Städtler sagte, sein Hund schaue nicht gerne Fernsehen, sondern wolle abends seine Ruhe haben. Sein früherer Gefährte habe immerhin Tiersendungen mitverfolgt. Um der Gebührenbehörde zu beweisen, dass Janosch kein echter Beitragszahler ist, schickten die Städtlers eine Tierarztrechnung, aus der die wahre Identität des Hundes hervorgeht. Das berichtet die "Rhein-Zeitung" . Trotzdem sei kurz darauf eine Zahlungsaufforderung über 53,94 Euro eingetroffen.

Wie es zu dem Missverständnis kommen konnte, kann Städtler sich nicht erklären. "Das hört sich sehr nach einem Scherz an", sagte ein Sprecher des Beitragsservices der "Rhein-Zeitung". Selbst wenn ein Hund gerne Fernsehen schauen würde, könne man dafür kein Geld verlangen. Der Hund sei über die Seite www.rundfunkbeitrag.de angemeldet worden, vermutlich habe sich jemand einen Witz erlaubt. Inzwischen hat der Beitragsservice Janoschs Konto wieder gelöscht.

mja/dpa