Hungerstreik in Mecklenburg Häftlinge gegen strenge Regeln

Im mecklenburgischen Bützow sind 25 Häftlinge in einen Hungerstreik getreten. Sie wollen damit gegen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in dem Gefängnis protestieren.


Schwerin - Gesundheitliche Probleme bei den Streikenden gebe es nicht, sagte der Abteilungsleiter für Strafvollzug im Justizministerium, Ulrich Freise. Die ersten drei Häftlinge hatten bereits am Donnerstag mit der Protestaktion begonnen. Die oppositionelle CDU forderte "geordnete Verhältnisse" im Justizvollzug in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach einer Razzia im Juni hatte der Leiter des Gefängnisses unter anderem angeordnet, persönliche Gegenstände Gefangener einzusammeln, für die keine Genehmigung vorliegen. "Mit den schärferen Maßnahmen werden vorhandene Regelwerke durchgesetzt", sagte Freise. In der Vergangenheit habe es "Nachlässigkeiten bei der Anwendung der Hausordnung" gegeben. Bei der Durchsuchung im Juni waren in den Zellen unter anderem Drogen und rechtsextremistisches Material entdeckt worden.



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