Hurrikan "Dorian" 50 Tote auf den Bahamas, zahlreiche Menschen werden vermisst

Vor mehr als einer Woche traf Hurrikan "Dorian" auf die Bahamas. Während viele Menschen versuchen, die zerstörten Inseln zu verlassen, rücken Helfer nur langsam in die betroffenen Gebiete vor.

Trümmerfeld auf den Bahamas: Nach dem verheerenden Hurrikan sind inzwischen die Leichen von 50 Opfern geborgen worden
Fernando Llano/ AP/ DPA

Trümmerfeld auf den Bahamas: Nach dem verheerenden Hurrikan sind inzwischen die Leichen von 50 Opfern geborgen worden


Nach der Hurrikankatastrophe auf den Bahamas steigt die Zahl der Todesopfer dort weiter. Sie lag am Montagabend (Ortszeit) bei 50, wie die Polizei mitteilte.

Es werde davon ausgegangen, dass bei den Such- und Bergungseinsätzen weitere Tote entdeckt würden. Zahlreiche Menschen würden noch vermisst.

Tausende Bewohner der betroffenen Inseln im Norden des Karibikstaates wurden mittlerweile auf die bevölkerungsreichste Insel, New Providence, sowie in die USA gebracht. Allerdings mussten am Sonntag in der bahamaischen Stadt Freeport 119 Menschen eine Fähre in den US-Bundesstaat Florida wegen fehlender US-Visa wieder verlassen. Bürger der Bahamas dürfen ohne Visum in die USA einreisen, wenn sie einen Reisepass und ein polizeiliches Führungszeugnis vorzeigen. Freeport, die größte Stadt der Insel Grand Bahama, liegt nur etwa 90 Kilometer von der Küste Floridas entfernt.

Trump fordert korrekte Ausweispapiere der Einreisenden

US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, jeder müsse absolut korrekte Ausweispapiere haben. Er wolle keine Personen ins Land lassen, die sich illegal auf den Bahamas aufhielten - darunter seien "sehr schlechte Menschen".

Hurrikan "Dorian" hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und war später über Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen. Erst am Mittwoch war der Wirbelsturm komplett über die Inselgruppe hinweggezogen.

Der bahamaische Gesundheitsminister Duane Sands sagte im Rundfunk, er glaube, die endgültige Zahl der Todesopfer werde "überwältigend" sein. Angesichts der Zerstörung konnten Helfer nur nach und nach in die betroffenen Gebiete vorrücken.

sen/dpa

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