Folgen von Hurrikan "Dorian" Tausende Menschen fliehen von den Bahamas

An der US-Ostküste und in der Karibik kämpfen die Menschen mit den dramatischen Folgen des Hurrikans "Dorian". Mehr als 40 Menschen kamen ums Leben, auf den Bahamas suchen Tausende Betroffene das Weite.

Evakuierung auf den Bahamas: Menschen drängen sich auf einer Fähre
Marco Bello/REUTERS

Evakuierung auf den Bahamas: Menschen drängen sich auf einer Fähre


Nach der Hurrikankatastrophe auf den Bahamas versuchen Tausende Menschen, den Inselstaat zu verlassen. Allein in Freeport kamen Augenzeugen zufolge am Freitag Tausende zum Hafen, um einen Platz an Bord eines Kreuzfahrtschiffs zu ergattern. Die Betreibergesellschaft bot denen, die über die nötigen Einreisedokumente verfügten, eine kostenfreie Passage nach Florida an.

Zudem wurden aus den am schlimmsten betroffenen Katastrophenregionen Hunderte Menschen an Bord von Flugzeugen oder Booten in die Landeshauptstadt Nassau gebracht.

Der Hurrikan hatte tagelang auf den Bahamas gewütet und verheerende Schäden angerichtet. Jüngsten Angaben zufolge starben mindestens 43 Menschen. Gesundheitsminister Duane Sands sagte dem "Nassau Guardian", die endgültige Anzahl der Todesopfer werde "überwältigend" sein. Hunderte, wenn nicht Tausende Menschen gelten als vermisst. Zudem wurden Tausende Einwohner obdachlos.

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Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas: "Katastrophale Zerstörung"

Die Rettungseinsätze kommen wegen der katastrophalen Schäden nur langsam voran. Das World Food Programme (WFP) bereitet derzeit Nahrungsmittellieferungen vor. Die Agentur habe etwa sieben Tonnen fertiger Gerichte gekauft und organisiere den Transport auf die Bahamas, sagte ein Sprecher von Uno-Generalsekretär António Guterres.

An dem Hilfseinsatz auf den Bahamas sollen auch 70 deutsche Marinesoldaten beteiligt werden. Die Männer und Frauen nähmen derzeit Kurs auf die Bahamas, hieß es am Freitag aus dem Verteidigungsministerium in Berlin.

Derweil sind im US-Bundesstaat North Carolina die Bewohner einer Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Der Gouverneur des Bundesstaats, Roy Cooper, sagte, dass es "ernsthafte Sorge über Hunderte von Menschen" gebe, die auf der Insel Ocracoke gefangen seien. Bergungsteams stünden bereit, könnten Ocracoke aber erst erreichen, wenn sich der Sturm wieder abgeschwächt habe, sagte Cooper. Auf Bildern von der Insel waren schwere Überflutungen zu sehen.

Auch die knapp hundert Kilometer nördlich von Ocracoke gelegene Insel Nags Head wurde überflutet
Mark Wilson/Getty Images

Auch die knapp hundert Kilometer nördlich von Ocracoke gelegene Insel Nags Head wurde überflutet

Der Hurrikan war am Freitagmorgen direkt über die Inselgruppe Outer Banks hinweggezogen. Auf der dazugehörigen Insel Ocracoke leben knapp 1000 Menschen. Es war zunächst nicht klar, wieso sie nicht vor dem Eintreffen des Sturms wie von den Behörden angeordnet Schutz im Landesinneren gesucht hatten. In den küstennahen Bereichen North Carolinas waren wegen des Sturms rund 200.000 Haushalte ohne Strom.

"Dorian" hatte die US-Ostküste als Hurrikan der Kategorie eins von fünf getroffen.

mxw/Reuters

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