"Dorian" erreicht Nova Scotia Stromausfall in mehr als 300.000 kanadischen Haushalten

Hurrikan "Dorian" hat wieder an Stärke zugelegt. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern traf er auf Kanadas Küste. Bäume stürzten auf Stromleitungen, es blieb großflächig dunkel.

Boote im Hafen von Halifax, Nova Scotia
Andrew Vaughan/AP

Boote im Hafen von Halifax, Nova Scotia


Nach den Verwüstungen, die Hurrikan "Dorian" in den USA und vor allem auf den Bahamas hinterlassen hat, hat der Sturm jetzt die kanadische Atlantikküste erreicht. Auf dem Weg dorthin hat "Dorian" wieder an Fahrt aufgenommen und wurde von Stufe 1 auf Stufe 2 hochgestuft. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde fegte er über Halifax, die Hauptstadt der Provinz Nova Scotia, hinweg.

Der Sturm hat in Nova Scotia großflächige Stromausfälle verursacht. Der lokale Energieversorger "Nova Scotia Power" meldete auf einer Störungsseite, dass über 330.000 Haushalte betroffen seien. Auf Twitter teilte das Unternehmen Bilder von Bäumen, die auf Stromleitungen gestürzt waren. Außerdem teilte "Nova Scotia Power" mit, dass der Wind derzeit noch zu stark sei, um mit der Reparatur der Schäden zu beginnen.

"Dorian" hatte zuvor tagelang auf den Bahamas gewütet und verheerende Schäden angerichtet. Jüngsten Angaben zufolge starben mindestens 43 Menschen. Gesundheitsminister Duane Sands sagte dem "Nassau Guardian", die endgültige Anzahl der Todesopfer werde "überwältigend" sein. Hunderte, wenn nicht Tausende Menschen gelten als vermisst. Zudem wurden Tausende Einwohner obdachlos.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat "Dorian" in Kanada außerdem Bäume auf Häuser gedrückt, mindestens ein Dach abgedeckt und einen großen Kran zum Einsturz gebracht. Es gibt bisher keine Berichte über Verletzte. Ebenfalls auf Twitter kündigte der Minister für öffentliche Sicherheit Ralph Goodale an, dass die Regierung das Militär zum Wiederaufbau einsetzen würde, sobald "Dorian" vorbeigezogen sei.

yer/AP/Reuters

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