Sturm "Florence" Basketball-Legende Jordan spendet zwei Millionen Dollar

Ex-NBA-Star Michael Jordan will Opfern des Sturms "Florence" helfen und spendet zwei Millionen Dollar. Derweil steigen die Pegel der Flüsse weiter an.

AFP

Michael Jordan engagiert sich für die von Sturm "Florence" heimgesuchten US-Regionen. Der 55-Jährige erklärte, er werde zwei Millionen Dollar, rund 1,7 Millionen Euro, spenden.

Der Besitzer der Charlotte Hornets aus der nordamerikanischen Profi-Liga NBA wird demnach je eine Million Dollar an das Amerikanische Rote Kreuz und an eine Stiftung für die Hurrikan-Opfer überweisen.

Jordan wuchs in Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina auf. Am vergangenen Wochenende musste er mitansehen, wie sein Heimatort von dem tropischen Wirbelsturm heimgesucht wurde. "Es trifft einen persönlich. Ich kenne alle diese Orte: Wilmington, Fayetteville, Myrtle Beach, New Bern und Wallace, wo mein Vater herkommt", sagte der sechsmalige NBA-Champion. "Von daher trifft es einen natürlich persönlich, und ich dachte, dass ich etwas unternehmen muss. Einfach nur, weil es meine Heimat ist".

Infolge des Wirbelsturms "Florence" war die Stadt Wilmington in North Carolina wegen Überflutung fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Der Katastrophenschutz eröffnete drei Standorte für die Lebensmittel- und Wasserversorgung der 120.000-Einwohner-Stadt.

Sobald die Straßen wieder sicher zu passieren sind, will Doppel-Olympiasieger Jordan selbst in das Hochwassergebiet reisen, um bei Freunden und Familienangehörige nach dem Rechten zu sehen.

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Verheerender Tropensturm: "Florence" und die Folgen

"Florence" war am Freitag als Hurrikan der Stärke 1 von 5 auf die Südostküste der USA getroffen und hatte sich dann abgeschwächt - zuerst zu einem Tropensturm, dann zu einem Sturmtief. Als Folge des Unwetters kamen mehrere Menschen ums Leben. Experten schätzen den Sachschaden auf mehr als 17 Milliarden Dollar.

Starkregen und Sturzfluten machen den Menschen an der Südostküste der USA weiter schwer zu schaffen. Am Dienstagabend starben zwei Frauen in South Carolina, als ihr Van von Flutwellen umgeworfen wurde. Zwei weitere Personen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte ein Rechtsmediziner aus Marion County mit.

Die Pegel der Flüsse in South Carolina steigen derzeit beständig, Meteorologen zufolge werden einige im Nordosten des Bundesstaates erst später diese Woche ihren Höchststand erreicht haben.

Auch die Bundesstaaten Mississippi und Tennessee wurden von heftigen Regenfällen heimgesucht. Die Wasserstände vieler Flüsse in den betroffenen Gebieten erreichten Rekordwerte und traten über die Ufer. Laut Katastrophenschutzbehörde Fema sind noch immer 1500 Straßen wegen Hochwasser unpassierbar. Viele Schulen blieben geschlossen.

Nach einer Zählung des US-Fernsehsenders CBS sind inzwischen 32 Menschen in den drei Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und Virginia an den Folgen des Unwetters gestorben.

Am Montag hatte sich die US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen ein Bild von der Lage gemacht. Auch Präsident Donald Trump kündigte an, die betroffene Region in dieser Woche besuchen zu wollen.

REUTERS

ala/AFP/dpa



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