Hurrikan "Ingrid" Behörden in Mexiko geben Katastrophenwarnung

Der Tropensturm "Ingrid" über dem Golf von Mexiko hat sich zu einem Hurrikan verstärkt. Er erreiche derzeit in seinem Inneren Windstärken von bis zu 120 Kilometern pro Stunde, teilte das Wirbelsturmzentrum mit. Am Montag werde "Ingrid" auf Land treffen.

REUTERS

Veracruz - Schon vor seiner Ankunft in Mexiko hat der Hurrikan "Ingrid" heftige Regenfälle und Überschwemmungen in weiten Teilen des Landes ausgelöst. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, wurden allein im Norden des Bundesstaats Veracruz mindestens 20 Brücken durch die Wassermassen beschädigt und mehr als 70 Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Die höchste Alarmstufe wurde ausgerufen, Tausende Einwohner, deren Häuser an Flüssen liegen, wurden evakuiert.

Bevor der Tropensturm "Ingrid" Land erreichen soll, hatte er sich zu einem Hurrikan ausgewachsen. Nach Angaben des Wirbelsturmzentrums NHC in Miami herrschten am Samstagabend gegen 23 Uhr MESZ Windgeschwindigkeiten von bis zu 125 Stundenkilometern im Innern des Sturms. Es ist erst das zweite Mal im laufenden Jahr, dass die US-Wetterforscher einen Sturm zum Hurrikan hochstufen. Das NHC geht davon aus, dass der Wirbelsturm weiter an Kraft gewinnt, bevor er im Laufe des Montags auf Land trifft.

"Ingrid" lag am Samstagabend noch rund 315 Kilometer von Mexikos Ostküste entfernt. Die mexikanischen Behörden erließen eine Hurrikan-Warnung für einen etwa 150 Kilometer langen Küstenabschnitt. Vor allem im Osten Mexikos sind laut NHC starke Regenfälle zu befürchten, die "lebensbedrohliche" Springfluten und Schlammlawinen auslösen könnten. Der staatliche Ölkonzern Pemex hatte schon am Donnerstag vorsichtshalber alle "See- und Luftaktivitäten" in der Region eingestellt.

nik/dpa/reuters

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