Ibbenbüren Bagger gerät in Oberleitung - Fahrer harrt eine Stunde aus

Im nördlichen Münsterland ist ein Arbeiter mit seinem Bagger in eine Bahnoberleitung gefahren. Erst als der Strom von der Leitung genommen und sie geerdet war, konnte die Kabinentür geöffnet werden.

Feuerwehr Ibbenbüren /DPA

Gut eine Stunde lang musste ein Baggerfahrer in Nordrhein-Westfalen in seiner Kabine ausharren, weil er mit seinem Baggerarm in eine 15.000 Volt führende Bahnoberleitung geraten war. Der Arbeiter habe an einem Bahnübergang in Ibbenbüren Baumaterialien über die Gleise transportieren wollen, teilte die Feuerwehr mit. Dabei sei der Ausleger des Baggers in die Oberleitungen der Bahnstrecke geraten.

Erst als der Strom von der Oberleitung genommen und sie geerdet war, konnte die Kabinentür geöffnet werden. Der Mann wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Nähere Informationen zum Gesundheitszustand lagen der Feuerwehr nicht vor.

"Der Baggerfahrer ist glücklicherweise in seinem Führerhaus geblieben", sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Karl-Heinz Rolf, zu der gefährlichen Situation. Neben Feuerwehrleuten waren Polizisten und ein Notfallmanager der Deutschen Bahn an die Unfallstelle geeilt.

Der Bahnverkehr zwischen Osnabrück und Amsterdam war für die Rettungs- und Bergungsarbeiten knapp drei Stunden bis 10.30 Uhr unterbrochen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Betroffene Züge wurden umgeleitet.

wit/dpa



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