Ibiza Großbrand zerstört mehr als tausend Hektar Land

Hunderte Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, mehr als tausend Hektar Land sind vernichtet: Ibiza kämpft mit dem größten Brand seit Jahrzehnten. Verantwortlich für die Flammen soll ein unvorsichtiger Imker sein.

AFP

Madrid - Bei einem Großbrand sind auf der spanischen Urlaubsinsel Ibiza rund 1500 Hektar Wald- und Buschland zerstört worden. Etwa 200 Menschen mussten ihre Wohnungen vorsorglich verlassen, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Zudem wurde ein Urlauberhotel geräumt. Davon waren 700 Touristen in der Ortschaft Portinatx betroffen. Sie wurden sicherheitshalber in einem anderen Hotel untergebracht.

Rund 300 Helfer waren mit acht Helikoptern und drei Löschflugzeugen im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Zerstört wurden vor allem Pinienwälder. Angetrieben von starken Winden breitete sich das Feuer sechs Kilometer in Richtung Mittelmeer aus. Ballungsgebiete waren nicht betroffen.

Die Feuerwehr konzentriere sich darauf, ein Übergreifen der Flammen auf bewohntes Gebiet zu verhindern, teilten die Behörden mit. In den Ferienorten Portinatx und Cala de Sant Vicent seien Sicherheitszonen eingerichtet worden. Verteidigungsministerin Carme Chacon wollte auf die Insel fliegen, um die Löscharbeiten zu überwachen.

Das Feuer war am Mittwoch nahe der Stadt Sant Joan de Labritja im Norden der Insel ausgebrochen. Ein 50-jähriger Imker wurde festgenommen, der einen Rauchapparat für Bienen, einen sogenannten Smoker, unvorsichtig benutzt haben soll, teilten die örtlichen Behörden am Donnerstag mit.

Smoker werden von Imkern eingesetzt, um besser arbeiten zu können. Der aus einem Apparat austretende Rauch hat eine beruhigende Wirkung auf die Tiere, die dann seltener stechen. Dem aus Argentinien stammenden Festgenommenen wird vorgeworfen, den Smoker fahrlässig benutzt zu haben; dem Zivilschutz zufolge sprühte der Apparat Funken, die den Brand auslösten. Dem Mann droht nun ein Verfahren.

ulz/AFP/dpa/AP



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