151 Jahre alte Regel Idaho will letzten Verweis auf Duelle aus Gesetz tilgen

Zwei Männer und eine Frage der Ehre: Einst waren Duelle ein probates Mittel, um Konflikte zu klären. Im US-Bundesstaat Idaho hat sich jetzt die Erkenntnis durchgesetzt, dass Verweise auf derartige Zweikämpfe im Gesetz inzwischen überflüssig sind.

1864 erlassen: Duell-Gesetz aus Idaho
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1864 erlassen: Duell-Gesetz aus Idaho


Boise - Im US-Bundesstaat Idaho könnte bald der letzte Verweis auf Duelle aus dem Gesetz verschwinden. Die Passage besagt, dass Idaho juristisch zuständig ist, wenn eine Person in dem Staat stirbt, nachdem sie bei einem Duell jenseits der Grenzen Idahos verwundet wurde. Seit seiner Einführung im Jahr 1864 blieb das Gesetz weitgehend unverändert. 1986 wurde lediglich ergänzt, dass ganz Idaho in entsprechenden Fällen juristisch zuständig sei und nicht ein einzelner Bezirk.

Angeblich geht das Gesetz auf ein legendäres Duell zwischen dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Aaron Burr und dem einstigen Finanzminister Alexander Hamilton zurück. Die beiden trugen ihre Meinungsverschiedenheit 1804 in New Jersey mit Pistolen aus - illegal war das damals schon. Hamilton wurde tödlich verletzt und starb einen Tag später im Bundesstaat New York. In beiden Staaten wurde Burr wegen Mordes angeklagt, es kam aber nicht zum Prozess.

Thomas Dayley, ein Abgeordneter in Idaho, kalauerte, seine Kollegen sollten das Gesetz nutzen, solange es noch gültig sei. Im Juli soll es auslaufen. Michael Kane von der Sheriff-Vereinigung in Idaho war damit beauftragt worden, veraltete Gesetze zu finden, die außer Kraft gesetzt werden können. "Man muss es nicht extra betonen, das ist überflüssig", sagte er den Abgeordneten.

ulz/AP



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