Im Orkan geblitzt "Ich war es nicht, es war der Wind"

Zwei absurde Geschichten von deutschen Autobahnen: Der Wind habe ihn über das Tempolimit gepeitscht, erzählte ein geblitzter Autofahrer der Polizei. Ein anderer hatte seinen Wagen zum rollenden Heimkino umgebaut.


Potsdam/Bad Kissingen - Auf der A115 wurde er mit 170 km/h geblitzt. Erlaubt waren 120. Als die gestrengen Beamten ihn zur Rede stellten, sagte der ertappte Autofahrer mit Unschuldsmiene, ihn treffe keine Schuld: Nicht der Tritt aufs Gaspedal, sondern von hinten kommende Orkanböen hätten das Auto nach vorn getrieben. "Da die Sturmböen nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, wurde gegen den Mann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet", sagte ein Polizeisprecher.

Einem 38-jährigen Thüringer war es auf der A7 offenbar zu langweilig, also machte er mit eingebautem Videorekorder und Monitor auf dem Armaturenbrett sein eigenes Programm. Der Autobahnpolizei fiel die "Flimmerkiste" auf, als sie dicht auf einen Lastwagen auffuhr. "Wahrscheinlich lief gerade eine besonders spannende Szene", sagte ein Polizeisprecher. Dem Cineasten droht jetzt ein hohes Bußgeld.



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