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Heinz Strunk Im Schwalbennest

aus DER SPIEGEL 14/2021
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C. Niehaus / Future Image / SZ Photo

Die Coronakrise zwingt auch den Hamburger Schriftsteller Heinz Strunk, 58, zum Stubenhockerdasein. Anders als die meisten hadert er aber nicht weiter damit: »Da ich meine Stimmungslage als grundtrüb bezeichnen würde (nicht depressiv, das ist noch was anderes), hat die Seuche da auch nichts mehr ausrichten können«, berichtet er. Schon vor Corona habe er sich weitgehend in die Eremitage seines Schwalbennests zurückgezogen, eine Dachgeschosswohnung im Hamburger Stadtteil Altona. Auch »schlimme Dummheiten wie Feiern und Reisen« habe er sich schon lange abgewöhnt. »Nur äußerster Mangel an Fantasie und Vorstellungsvermögen rechtfertigt das Reisen!« Strunks neuer Roman, »Es ist immer so schön mit dir«, erscheint im Juli bei Rowohlt. »Aus einer Art diffusem schlechtem Gewissen, nichts geleistet zu haben, war ich noch fleißiger als ohnehin schon.« Zumal er während des Shutdowns keine staatlichen Hilfen bekommen habe, »ich lebe vom sauer Ersparten«. Und was hilft ihm gegen die Coronamüdigkeit? Humor natürlich. »Humor ist eh das Einzige, was einen retten kann.«

tob
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