In memoriam Lenin Goldene Toiletten für alle

Beim Wort genommen hat ein chinesischer Juwelier den kommunistischen Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin, der goldene Toiletten für die Öffentlichkeit bauen wollte. In Hongkong errichtete er ein Örtchen für zehn Millionen Mark.


Lenins Erbe: eine goldene Toilette
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Lenins Erbe: eine goldene Toilette

Hongkong - Das erscheint selbst den luxusverwöhnten Menschen in Hongkong eine Nummer zu groß: Ein chinesischer Juwelier hat in seinem Laden eine Toilette aus Gold errichten lassen - Kostenpunkt 38 Millionen Hongkong-Dollar, das sind rund 10,5 Millionen Mark.

Ausgerechnet Lenin war es, der Lam Sai Wing auf diese Idee brachte. In der Schule lernte der heute 45-Jährige, dass Lenin nach dem Sieg des Kommunismus goldene Toiletten für die Öffentlichkeit habe bauen wollen.

Innerhalb des exklusiven stillen Örtchens ist fast alles Gold, was glänzt: die Toilettenschüssel, die Waschbecken, die Klobürsten, die Klopapierrollenhalter, die Spiegelrahmen, die Wandlampen und sogar Wandkacheln und Türen.

Doch damit nicht genug: Die Decke ließ Lam mit Rubinen, Saphiren, Smaragden und Bernsteinen verzieren. Sogar in den Boden sind einige ein Kilogramm schwere Goldbarren eingelassen. In solch luxuriöser Umgebung darf sich natürlich nicht jeder erleichtern: Wer die Goldtoilette aufsuchen will, muss Schmuck im Wert von mindestens 1000 Hongkong-Dollar (knapp 300 Mark) kaufen.



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