Religiöses Fest in Indien Elf Menschen sterben an offenbar giftigem Reis

Augenzeugen berichteten von einem faulen Gestank, Menschen sollen Schaum vor dem Mund gehabt haben: In Indien sind elf Menschen gestorben, nachdem sie Reis gegessen hatten. Die Polizei ermittelt.

Ein kleines Mädchen wird in einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht
DPA

Ein kleines Mädchen wird in einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht


In Indien sind elf Menschen ums Leben gekommen, nachdem sie offenbar giftigen Reis bei einer Tempelzeremonie gegessen hatten. 93 weitere Personen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, 29 davon schwebten in Lebensgefahr und müssten künstlich beatmet werden, sagte ein Gesundheitsbeamter des Bezirks Chamraj Nagar im Bundesstaat Karnataka.

"Wahrscheinlich geriet eine giftige Substanz in den Reis", sagte Prasad. Proben des Essens würden nun untersucht. Die Opfer litten demnach an Erbrechen, Durchfall und Atemproblemen.

Polizeiangaben zufolge hatten sich am Freitag viele Gläubige in dem Tempel versammelt. Der Reis wurde demnach nach einer Zeremonie verteilt. Ein Augenzeuge berichtete dem Nachrichtensender NDTV zufolge von einem "faulen Gestank", der von dem Essen ausgegangen sei. "Aber die Leute vorn in der Schlange haben es trotzdem gegessen." Kurz darauf hätten sie angefangen, sich zu übergeben. Sie hätten Schaum vor dem Mund gehabt.

Religiöse Feste in Indien sind häufig schlecht organisiert, auch Lebensmittelvergiftungen bei vielen Betroffenen gleichzeitig sind keine Seltenheit. 2013 hatte ein Fall für Aufsehen gesorgt, bei dem im östlichen Bundesstaat Bihar 22 Kinder starben, nachdem sie mit einem Pestizid versuchte Lebensmittel gegessen hatten.

bam/AFP



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