Indischer Ozean Monsterwelle versenkt Fischerboot

Ein heftiges Unwetter mit bis zu elf Meter hohen Wellen hat auf der französischen Insel La Réunion schwere Schäden angerichtet. Die Bewohner wurden von den Riesenwellen überrascht. Der Seegang riss ein Fischerboot entzwei, Deiche wurden überflutet und Gebäude beschädigt.


Saint-Denis de La Réunion - An Bord des Unglücksbootes waren zwei Fischer, die noch immer vermisst werden. Die beiden Brüder im Alter von 50 und 56 Jahren wollte gestern Abend den Hafen von Saint-Pierre im Süden der Insel anlaufen, als ihr Schiff von den Fluten in zwei Teile gerissen wurde, wie Zeugen berichteten. Drei Feuerwehrleute, die in einem aufblasbaren Boot zur ihrer Rettung ausgerückt waren, mussten ihrerseits von einem Polizeiboot gerettet werden. Zum Zeitpunkt des Unglücks türmten sich die Wellen dort sieben Meter hoch.

Viele Bewohner wurden von dem Wellengang überrascht. Deiche wurden überflutet, Boote beschädigt und einige Gebäude überschwemmt. Bei Saint-Leu gab es drei Verletzte, als eine Welle eine Picknick-Gesellschaft am Strand erreichte.

Heute erreichten die Wellen noch immer Höhen von acht Metern. Die Präfektur teilte mit, es handele sich um ein im Winter bisweilen auftretendes Phänomen, das von einem Sturm im Süden des Indischen Ozeans verursacht werde. La Réunion war erst im Februar von einem Wirbelsturm heimgesucht worden. Morgen Abend könnte der Seegang erneut gefährlich hoch werden.

ffr/AP/AFP



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