Indonesien Neues Erdbeben versetzt Tausende in Panik

Knapp einen Monat nach der Tsunami-Katastrophe hat es auf der ostindonesischen Insel Sulawesi ein neues Erdbeben gegeben. Tausende Menschen flüchteten in Panik aus ihren Häusern. Auch an der türkischen Mittelmeerküste bebte die Erde.


Trümmer in Palu: Tausende Menschen gerieten bei dem Beben in Panik
AP

Trümmer in Palu: Tausende Menschen gerieten bei dem Beben in Panik

Jakarta - Das Erdbeben hatte die Stärke 6,2 auf der Richterskala. Es riss die Menschen gegen 4.10 Uhr Ortszeit aus dem Schlaf. Nach Behördenangaben wurden einige Häuser beschädigt.

In der Stadt Palu rannten nach Augenzeugenberichten Tausende von Menschen zu höher gelegenen Stellen. Viele schrien aus Furcht vor einer vom Erdbeben ausgelöst Flutwelle. Ein Mann starb laut Polizei vermutlich an einem Herzinfarkt, der vermutlich durch den Schrecken verursacht wurde.

Das Epizentrum lag nach Angaben des Nationalen Erdbeben-Zentrums in Jakarta 16 Kilometer südöstlich der Stadt Palu.

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Die Tsunami-Katastrophenprovinz Aceh auf der indonesischen Insel Sumatra wurde von einem Nachbeben der Stärke 5,4 heimgesucht. Vor knapp einem Monat hatte ein Seebeben vor der Küste Sumatras riesige Flutwellen ausgelöst. Dabei waren alleine dort rund 174.000 Menschen getötet worden. Von der Katastrophe waren rund ein Dutzend Länder rund um den Indischen Ozean betroffen.

Erdbeben in der Türkei - keine Schäden

Ein Seebeben der Stärke 5,5 hat in der Nacht Urlaubsorte an der türkischen Mittelmeerküste bei Antalya und die griechische Inselgruppe der Dodekanes erschüttert. Schäden oder Verletzte gab es nach Angaben der Behörden nicht. Die Bewohner waren erschrocken auf die Straßen gelaufen. Die Erdstöße seien auch auf der Touristeninsel Rhodos zu spüren gewesen.

Nach Angaben des seismologischen Instituts in Athen lag das Epizentrum des Seebebens rund 49 Kilometer südlich der kleinen griechischen Insel Kastellorizo. Auf türkischer Seite waren die Erschütterungen in den rund 100 Kilometer südwestlich von Antalya gelegenen Orten Kas und Kale am stärksten zu spüren. Bis zum Morgen folgten nach Angaben der Kandilli-Erdbebenwarte in Istanbul zehn Nachbeben, von denen das stärkste mit 3,8 registriert wurde.



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