Indonesien Seebeben der Stärke 7,7

Die Banda-See in Indonesien ist von einem schweren Beben getroffen worden. Der Erdstoß hatte eine Stärke von 7,7 und löste bei vielen Menschen Panik aus.


Jakarta - Die Erschütterungen in der Banda-See wurden knapp 200 Kilometer südlich der Stadt Ambon im Osten Indonesiens gegen zwei Uhr morgens am Samstag (18 Uhr MEZ am Freitag)registriert, berichtete das Nationale Erdbebenzentrum in Jakarta. Angaben über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Laut US-Wetterbehörde NOAA besteht wegen der großen Tiefe des Bebens, 337 Kilometer, keine Tsunami-Gefahr. Die Nationale Nachrichtenagentur Antara berichtete, der Erdstoß habe in der Stadt Ambon Panik ausgelöst. Zahlreiche Menschen seien in großer Angst aus ihren Häusern gelaufen. In der Region ist die Erinnerung an die Katastrophe vor rund einem Jahr noch allzu gegenwärtig. Weihnachten 2004 hatte ein Seebeben vor der Insel Sumatra einen Tsunami verursacht. Dabei kamen in der Region rund 200.000 Menschen ums Leben.

Indonesien wird häufig von Beben heimgesucht. Es liegt in einem "Ring aus Feuer", einer seismologisch äußerst aktiven Zone. Erst im März 2005 hatte ein Erdstoß der Stärke 7,1 die Region der Molukken-Inseln erschüttert.



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