Indonesien Stimmenrekorder der vor Java abgestürzten Boeing geborgen

62 Menschen starben beim Absturz einer Boeing 737 in Indonesien. Jetzt ist der Stimmenrekorder aus dem Meer geborgen worden. Die Ermittler erhoffen sich eine baldige Klärung der Unglücksursache.
Einsatzkräfte sammeln Fundstücke, die aus der vor Java ins Meer gestürzten Boeing stammen sollen

Einsatzkräfte sammeln Fundstücke, die aus der vor Java ins Meer gestürzten Boeing stammen sollen

Foto: Dita Alangkara / AP

Knapp drei Monate nach dem Flugzeugabsturz vor Java mit 62 Toten haben Taucher den Stimmenrekorder aus dem Meer geborgen. Das Gerät sei unter einem Meter Schlamm auf dem Meeresgrund entdeckt worden, sagte der Chef der Verkehrssicherheitsbehörde, Soerjanto Tjahjono.

Die Aufzeichnungen der Gespräche aus dem Cockpit könnten weitere Klarheit darüber bringen, warum die Boeing 737-500 der lokalen Sriwijaya Air am 9. Januar im Meer zerschellte, hieß es. Die andere Blackbox mit dem Flugdatenschreiber war schon wenige Tage nach dem Absturz entdeckt worden.

»Es wird zwischen drei Tagen und einer Woche dauern, die Daten auszuwerten«, teilte Tjahjono mit. Ohne das Gerät wäre es »extrem schwierig« gewesen, die genaue Absturzursache zu klären.

Mitte Februar hatten Ermittler bereits bekannt gegeben, dass vermutlich die Schubregelung blockiert hatte, bevor die Maschine kurz nach dem Start in der indonesischen Hauptstadt Jakarta ins Meer stürzte. Beide Schubhebel hätten Anomalien aufgewiesen, hieß es damals bei einer Pressekonferenz, bei der ein vorläufiger Bericht zu dem Unglück vorgestellt wurde. Ein endgültiger Report soll Anfang nächsten Jahres vorliegen.

Bei dem Unglück waren alle 50 Passagiere und zwölf Crewmitglieder ums Leben gekommen. Die Maschine war auf dem Weg von Jakarta nach Pontianak auf Borneo, als sie bei starkem Regen nur wenige Minuten nach dem Start verunglückte.

Trümmerteile wurden später zwischen den kleinen Inseln Laki und Lancang entdeckt. Die Einsatzkräfte arbeiteten mit Dutzenden Schiffen und Booten, aber auch mit Hubschraubern. Hunderte Taucher waren zwei Wochen lang im Einsatz.

ala/dpa
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