IQ-Lüge Mutter manipulierte Intelligenztests ihres Wunderknaben

Er ist weltberühmt, galt als "größtes Genie, das jemals die Erde geziert hat". Justin Chapman aus dem US-Bundesstaat Colorado wurde schon im Alter von drei Jahren ein IQ von 298 zugesprochen. Jetzt stellte sich heraus: alles Betrug.


Opfer seiner Mutter: Justin Chapman
AP Photo/ The Denver Rocky Mountain News, Todd Heisler

Opfer seiner Mutter: Justin Chapman

Denver - Justins Mutter Elizabeth gab in der "Rocky Mountain News" zu, dass sie jahrelang Ergebnisse von Intelligenztests ihres Sohnes gefälscht hatte, um ihn als Wunderkind darzustellen. "Ich wollte eine gute Mutter sein und ihm Möglichkeiten verschaffen, die ich nicht hatte", sagte die 29-Jährige. Dabei sei sie wohl zu weit gegangen.

Nachdem der Betrug aufgeflogen war, soll der achtjährige Junge einen Selbstmordversuch unternommen haben. Inzwischen wurde Justin bei einer Pflegefamilie untergebracht.

Fälschte die IQ-Tests: Elizabeth Chapman
AP Photo/ The Denver Rocky Mountain News, Todd Heisler

Fälschte die IQ-Tests: Elizabeth Chapman

Seine Mutter will aber um das Sorgerecht kämpfen. Eine Anhörung ist für den 12. April geplant.

Die IQ-Tests des Jungen hatten weltweit für Schlagzeilen gesorgt - und Eindruck auf die Bildungsbehörden gemacht. Während Gleichaltrige gerade eingeschult wurden, besuchte Justin bereits Vorlesungen an der Universität.



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