In Teheraner Fußballstadion Polizei nimmt offenbar als Junge verkleidete Iranerin fest

In Iran dürfen Frauen keine Sportstadien besuchen. Ein Mädchen wollte dennoch unbedingt ein Fußballspiel live miterleben - und verkleidete sich deshalb als Junge.
Spielszene aus der Partie Esteghlal Teheran gegen al-Ain

Spielszene aus der Partie Esteghlal Teheran gegen al-Ain

Foto: STR/ AFP

Eine Iranerin, die sich als Junge verkleidet ins Asadi-Stadion in Teheran eingeschlichen haben soll, ist offenbar festgenommen worden. Das Mädchen wollte wohl unbedingt das Spiel ihres Lieblingsvereins Esteghlal Teheran gegen al-Ain aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in der asiatischen Champions League (1:0) live miterleben.

Daher verkleidete sich die junge Iranerin als Junge und kam in dem blauen Esteghlal-Trikot und einem blauen Tuch auf dem Kopf am Montagabend ins Stadion, wie das Nachrichtenportal Ana meldete. Die Polizei sei jedoch informiert worden und habe das Mädchen festgenommen.

In Iran dürfen Frauen nicht in Sportstadien. Besonders die Atmosphäre im Asadi-Fußballstadion, wo die wichtigsten internationalen Spiele stattfinden, ist den zuständigen Behörden zufolge zu vulgär für Frauen.

Die Sportverantwortlichen in der Regierung des moderaten Präsidenten Hassan Rohani versuchten schon mehrfach, das Problem mit einer Extratribüne für Frauen in dem riesigen Stadion zu lösen. Bis jetzt jedoch vergeblich.

wit/dpa
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