Irans Atomprogramm USA stellen Teheran Ultimatum

Die USA haben Iran ein Ultimatum bis März gesetzt, um sein Atomwaffenprogramm einzustellen. Geschieht dies nicht, droht Washington indirekt mit militärischen Schritten.


Bis zur Konferenz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), die am 8. März beginnt, habe Iran Zeit, um seine im vergangenen Jahr gemachten Versprechen zu erfüllen, sagte Außenamtssprecher Richard Boucher in Washington. Wenn Iran sich nicht kooperativ zeige, könne die USA darauf dringen, dass die IAEA die Angelegenheit an den UN-Sicherheitsrat weiterleitet, wo dann Sanktionen beschlossen oder andere Schritte eingeleitet werden könnten.

"Der Schwerpunkt liegt darauf, Iran zu ermutigen, seine Verpflichtungen zu erfüllen, so dass wir, wenn der IAEA-Generaldirektor im März Bericht erstattet, sehen können, ob oder ob nicht Iran seine Verpflichtungen und Auflagen erfüllt hat", sagte Boucher. Allerdings zeigte sich Boucher skeptisch, dass Iran dazu bereit sei.

Kontrolleure der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hatten am Donnerstag in Iran nicht deklarierte Modelle für eine Zentrifuge zur Urananreicherung gefunden. Die Regierung in Teheran habe die Dokumente den Kontrolleuren nicht von sich aus zur Verfügung gestellt, hieß es.



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