Stimme aus dem Sarg Toter spricht auf seiner eigenen Beerdigung

"Ich bin in der Kiste!" Ein todkranker Mann in Irland hatte keine Lust auf eine Beerdigung mit Trauer und Tränen - und bereitete eine postmortale Gesangseinlage vor. Die Anwesenden reagierten wie geplant.


Friedhöfe gelten gemeinhin als Orte der Trauer, auf Beerdigungen wird meist geweint und still der Verstorbenen gedacht. Shay Bradley wollte dieses Schema offenbar durchbrechen, sein Plan: Wenn er bestattet würde, sollte es Gelächter geben.

Der Plan ging nun auf.

Als Bradley nun in Irland beigesetzt wurde, brachen viele der Anwesenden in Gelächter aus. Die Trauergäste am Grab in Kilnamanagh hörten plötzlich Klopfgeräusche aus dem Sarg und dann die Stimme des Verstorbenen: "Wo verdammt noch mal bin ich? Lasst mich hier raus. Es ist verdammt dunkel hier. Ist das der Priester, den ich höre? Hier ist Shay, ich bin in der Kiste!"

Nach anfänglicher Verblüffung lachten die Trauernden, wie ein Video zeigt, das sich in sozialen Medien verbreitete. Bradley singt, er sei in einer "verdammten Kiste" eingesperrt - schließlich ruft er, fast lallend: "Hello again, hello again!"

Bradley hatte lange an einer schweren Erkrankung gelitten und die Aufnahme vor seinem Tod angefertigt. Sie wurde vier Tage später mithilfe eines Lautsprechers im Sarg abgespielt.

Er würde sich freuen, wenn er wüsste, wie viele Menschen er zum Lachen gebracht habe, sagte die Tochter des Verstorbenen über die ungewöhnliche Trauerfeier. Vielleicht ahnte Shay Bradley aber ja zumindest, wie gut ihm dies mit seiner Aktion gelingen sollte.

mxw/dpa



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