Irrfahrt im Sarg Toter Mexikaner landete in Griechenland

Als die trauernden Hinterbliebenen im mexikanischen Apatzingan den Sarg von Robert Castaneda öffneten, staunten sie nicht schlecht: Statt des verstorbenen Hispanoamerikaners, der aus Kalifornien überführt werden sollte, entdeckten sie einen Schwarzen. Die Leiche des Mexikaners tauchte dagegen im fernen Griechenland auf.


San Jose - 8000 Dollar hatte die Familie von Robert Castaneda mit Hilfe von Nachbarn und Freunden zusammengespart, um ihr gestorbenes Familienoberhaupt zurück in seine mexikanische Heimat im Bundesstaat Michoacan bringen zu lassen, wo er seine letzte Ruhe finden sollte. Statt des geliebten Angehörigen fand sie jedoch zu ihrem Entsetzen einen toten Afroamerikaner im schwarzen Anzug mit einer Zigarre und einem Buch, dass ein Foto des World Trade Centers auf dem Umschlag zeigte. Das berichtet die Tageszeitung "The Mercury News" im kalifornischen San Jose.

Das zuständige Bestattungsinstitut soll laut Zeitungsangaben der Familie des Verstorbenen mitgeteilt haben, dass der Fehler nicht bei ihm, sondern der Fluglinie Delta Airlines liege. Diese wiederum habe den Castanedas am Sonntag erklärt, der Sarg mit der Leiche ihres Familienoberhauptes werde umgehend zurück nach San Francisco geflogen. Dorthin solle im übrigen auch der mysteriöse Fremde geflogen werden, den die Famile im Sarg feunden hatte. Die Castanedas plagt indessen die Sorge, wie sie einen abermaligen Transport des Verstorbenen bezahlen soll. Sie wolle ihren Mann weiter gerne nach Mexiko überführen lassen, habe nun aber kein Geld mehr dafür, klagte die Witwe gegenüber der "Mercury News".



© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.